Bürgermeister will 2021 wieder kandidieren – als Parteiloser

Samtgemeinde Wesendorf: René Weber tritt aus der CDU aus

Für das Amt des Rathaus-Chefs will René Weber bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr wieder antreten – dann allerdings als parteiloser Kandidat.
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Für das Amt des Rathaus-Chefs will René Weber bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr wieder antreten – dann allerdings als parteiloser Kandidat.

Wesendorf – Samtgemeindebürgermeister René Weber will bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr erneut für das Amt kandidieren. Allerdings als Parteiloser, Weber ist bereits aus der CDU ausgetreten, wie er gestern im IK-Gespräch berichtete.

„Die Position des Samtgemeindebürgermeisters sollte nicht von einer Parteibindung in der bisherigen Form abhängig sein“, begründet Weber im IK-Gespräch seinen Entschluss.

René Weber, Samtgemeindebürgermeister.

Er wolle Sach- statt Parteipolitik betreiben. „In drei von vier Kommunen im Nordkreis ist die Verwaltungsspitze nun parteilos, im Südkreis gibt es weitere Beispiele“, sagt Weber. „Man sieht, dass das akzeptiert und auch gewünscht wird.“ Dies habe den Vorteil, dass der Samtgemeinde- oder Stadtbürgermeister in Sachfragen auch von Parteien abweichende Meinungen vertreten kann. Als Beispiele dafür nennt Weber den weiteren Umgang mit der stark beschädigten G 10 sowie die Anschaffung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs für die Feuerwehr Pollhöfen. Für Letzteres musste die Verwaltung einen Beschlussvorschlag erstellen, der ein Fahrzeug mit maximal 7,49 Tonnen vorsah, Weber selbst hätte lieber schon in der Beschlussvorlage ein größeres Fahrzeug mit höherem Gewicht berücksichtigt.

Weber betont, dass sein Austritt kein Zerwürfnis mit der CDU bedeute und in keiner Weise einer Zusammenarbeit mit der Mehrheitsgruppe CDU/FDP/UfdSGW entgegenstehe. Es hatte derweil seit längerer Zeit Gerüchte gegeben, dass das Verhältnis zwischen Weber und Teilen der CDU zunehmend angespannter geworden sei und Weber nicht mehr die volle Unterstützung der Christdemokraten erfahre.

Herbert Pieper, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Wesendorf, wollte auf IK-Anfrage gestern zu dem Thema keinen Kommentar abgeben. VON DENNIS KLÜTING

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