24-jähriger Wahrenholzer flüchtet vor Polizeikontrolle / Fahrt endet an Mauer

Mit 200 Sachen über die K 7

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An dieser Kirchenmauer in Wahrenholz endete die rasante Verfolgungsjagd zwischen Polizei und einem 24-jährigen Mann, der sich einer Kontrolle entziehen wollte.

Wahrenholz. Er musste wohl ein sehr schlechtes Gewissen haben. Denn warum sonst sollte ein 24-Jähriger in der Nacht zu gestern auf der Bundesstraße 4 vor einer Polizeikontrolle fliehen? Dabei scheute sich der junge Mann auch nicht, aufs Gaspedal zu treten.

Allerdings endete die äußerst rasante Verfolgungsjagd an einer Mauer, wo ihn die Polizei schließlich auch festnehmen konnte.

Wie Gifhorns Polizeipressesprecher Stefan Kaulbarsch gestern dem IK mitteilte, war einer Funkwagenbesatzung gegen 1.40 Uhr auf der B 4 in Höhe Kästorf ein Toyota Yaris aufgefallen, der ganz offensichtlich mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Als die Beamten das Fahrzeug anhalten wollten, drückte der Fahrer das Gaspedal richtig durch und versuchte, der Kontrolle zu entkommen. Dabei erreichte er auf der Bundesstraße Geschwindigkeiten von bis 180 Stundenkilometer. Nachdem er mit seinem Fahrzeug auf die Kreisstraße 7 in Richtung Wesendorf abgebogen war, beschleunigte der Fahrer auf bis zu 200 Kilometer pro Stunde. In Höhe der stationären Blitzeranlage wechselte er auf die linke Fahrbahnseite, um einer Messung zu entgehen.

Bereits während der Verfolgung konnten die Beamten feststellen, dass der Toyota als gestohlen gemeldet war. „Das Auto war bereits am 26. November aus einer Scheune in Wahrenholz entwendet worden“, berichtet Kaulbarsch.

Der junge Mann setzte seine Fahrt mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Wahrenholz fort. Trotz Blaulicht und Martinshorn machte der Fahrer keine Anstalten, anzuhalten. Das tat er dann zwangsweise. Wie der Polizeipressesprecher im IK-Gespräch erläutert, war der Toyotafahrer in Wahrenholz zu schnell in eine Rechtskurve gefahren, denn als die Beamten nur Sekunden später ebenfalls die Kurve erreichten, sahen sie, dass der Toyota von der Straße abgekommen war, eine Hauswand gestreift hatte und gegen die Mauer der Kirche geprallt war.

Das Auto wurde bei dem Aufprall total beschädigt. Den Schaden beziffert die Polizei auf rund 5000 Euro. Bei dem Fahrer, der nur leicht verletzt wurde, handelt es sich um einen 24-jährigen Wahrenholzer, der von den Beamten aus dem Fahrzeug geborgen werden musste. Eine erste Überprüfung ergab, dass der Mann aufgrund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Hildesheim gesucht wurde. Er war 2010 wegen Geldwäsche zu einer Geldstrafe verurteilt worden, die er jedoch nicht gezahlt hatte. Der Mann wurde festgenommen. Weitere Ermittlungen ergaben, dass er zudem nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.

In seiner Vernehmung gestern Vormittag zeigte sich der 24-Jährige geständig. Er räumte die Taten ein. Im Anschluss an die Vernehmung wurde er aufgrund des bestehenden Haftbefehls in die Justizvollzugsanstalt Braunschweig gebracht.

Von Carola Peiser

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