Wesendorf: Im Hammersteinpark soll ein Camp für Jugendliche aus aller Welt entstehen / Erste Bauaufträge vergeben

Russischer Investor kauft Teilgebiet

Russischer Einfluss im Hammersteinpark: Teile des ehemaligen Kasernenkomplexes sollen ein Feriencamp für internationale Jugendliche werden. Foto: Frankewitsch

Wesendorf. Spielen, Toben, Spaß haben und keine Langeweile verspüren: das ist das Ziel eines russischen Investors, der jetzt im Hammersteinpark ein Teilgrundstück kaufte, um ein Jugend-Camp zu errichten.

Bei dem Grundstück handelt es sich um Teile des ehemaligen Kasernenkomplexes. „Eigentlich ist der Hammersteinpark in zwei Teile aufgeteilt. Ein Teil ist jener, worauf sich Mannschaftsgebäude, Verwaltungsgebäude, Großküche, Turnhalle und Sportplatz befinden“, erklärt der Sprecher des russischen Investors, Heinrich Bühring. Und genau dieser Teil wurde nun von dem russischen Investor gekauft. Als Heinrich Bühring den Investor kennenlernte, ging es zunächst um den Bau eines Hubschrauberlandesplatzes. So kam der Hammersteinpark ins Spiel. Bühring wurde beauftragt, den Kontakt zu den Eignern des Grundstücks herzustellen. Dann traten alle in Verhandlungen ein und vor zwei Wochen bekam der osteuropäische Investor den Zuschlag. „Er möchte ein internationales Kinder- und Jugendcamp. Jetzt folgt ersteinmal der Umbau. Vieles wird instand gesetzt werden, soweit, wie die Bauten eben noch brauchbar sind“, erklärt Bühring.

Besonders im Innenbereich müsse renoviert und vor allem auch modernisiert werden. Brandschutz und Energieeinsparungsordnungen müssen eingehalten werden.

Der aus Moskau kommende Bauherr ist seit längerem auch im Südkreis geschäftlich tätig. „In Wesendorf traf das ganze Vorhaben auch fruchtbaren Boden. Es war sein Wunsch, solch eine Sache erst für russische und dann auch für internationale Jugendliche anzubieten“, sagt der Sprecher.

Auf dem Gelände sollen dann einige Attraktionen für die Jugendlichen eingerichtet werden. Spaß stehe im Vordergrund. Langeweile soll ausgemerzt werden. „Auf dem 30 Hektar großen Gelände sind einige Neubauten geplant, damit ungefähr 1000 Jugendliche ein intensives Ferienprogramm erleben können. So sind zum Beispiel einige sportliche Einrichtungen geplant. So auch ein Kletterpark“, stellt Bühring das Konzept vor.

Aber, so Heinrich Bühring weiter , sei alles erst noch in Planung und man hoffe auf eine schnelle Realisierung.

Die Ur-Idee eines Camps wird also spannend bleiben. „Alles ist noch im Gespräch. Es gibt einen Plan und die ersten Bauaufträge sind rausgegangen“, sagt Bühring. Sicher ist aber, dass bei den Einrichtungen einer Jugendherberge auch Arbeitsplätze geschaffen werden. „Das Ganze soll ziemlich autark ablaufen, damit für die Jugendlichen vor Ort alles vorhanden ist“, erklärt der Sprecher des russischen Investors.

Die Pläne sind vorhanden und gehen schrittweise voran – jetzt fehlt nur noch eine konkrete Umsetzung des Vorhabens. „Angedacht ist eine Öffnung des Jugendcamps im Sommer 2013. Natürlich wird sich zeigen, ob dies realisierbar ist, aber die Bestrebungen sind auf jedenfall da“, bekräftigt Bühring.

Ein weiteres Projekt des ausländischen Bauunternehmers ist die Errichtung einer Raststätte für Autofahrer im Kreuzungsgebiet Ummern und Wesendorf. Die dortigen Gebäude sollen abgerissen werden. Künftig soll dort ein Hotel stehen. „Vielleicht kann das Hotel auch von den Eltern genutzt werden, die ihre Kinder im Jugendcamp abgeben. Es ist noch fraglich, ob auch eine Tankstelle dort entstehen wird, denn dazu bedarf es einen Anbieter“, erklärt Heinrich Bühring. Auch in diesem Bereich gibt es noch einiges zu tun.

Momentan ist das Gebiet noch von Büschen und Bäumen bewachsen. Aufräumarbeiten und Mäharbeiten müssten zunächst in die Wege geleitet werden, um das Grundstück für den geplanten Bau fertig zu machen.

Von Maike Scholz

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