Bauausschuss der Gemeinde Wesendorf will Verkehrskreisel mit zweifarbigem Schotter belegen / Lavendel bleibt

Rundum „pflegeleicht“ und bunt

Der Kreisverkehr soll neu gestaltet werden. Bürger wünschen sich ein Ortswappen aus Blumen. Foto: Althoff

Wesendorf. Knallige Farben und bunt soll er sein, so wünschen sich einige Wesendorfer den Verkehrskreisel in der Ortsmitte. „Viel Grünzeug und rote und gelbe Farben sollte er haben. So sieht man ihn besser, wenn man dort hineinfährt“, meint Leyla Epaydin.

Ihre Freundin Bahar Ekinci kann sich vorstellen, ein Wesendorfer Wappen dort hinein zu pflanzen. „So könnte man sich mit dem Ort besser identifizieren“, sagt sie. Eine Idee, die auch Bauamtsleiter René Weber vor Augen schwebt. Er hat diesen Vorschlag dem Bauausschuss der Gemeinde Wesendorf vorgetragen und stellte ihn in der Sitzung zur Aussprache.

„Man könnte es mit Lavendel abbilden“, meinte Weber. Doch so einfallsreich viele Gedankenstöße sind, so einfach scheint die Gestaltung des Kreisverkehrs nicht zu sein. „Denn sie ist aufgrund der örtlichen Gegebenheiten sehr schwierig“, erklärte Weber.

Das Bauamt hat festgestellt, dass die hügelige Anordnung und die extreme Sonneneinwirkung für eine Bepflanzung nicht sehr vorteilhaft ist. „Die Anpflanzungen sind in den letzten Jahren immer verdorrt, so dass sich auch die Bewässerung sehr schwierig gestaltet“, heißt es in einer Vorlage des Amtes. „Außerdem versickert das Wasser nicht mehr, sondern fließt weitestgehend ab. Somit entwickelt sich auch der Rasen immer mehr zu einer Wildkräuterwiese“, beschrieb Weber die Situation. Ein Problem sei auch, dass sich kein Wasseranschluss auf der runden Fläche befinde.

Eine mögliche Lösung könnte sein: die Gestaltung des Kreisverkehrs mit einem Schotterbelag umzusetzen. Dabei müsse unterhalb der Schotterschicht ein entsprechendes Flies zur Unkrautdämmung aufgebracht werden, machte Weber deutlich.

Über drei Varianten (siehe Kasten) diskutierte der Bauausschuss in seiner Sitzung: Das allgemeine Echo des Fachausschusses lautete: so pflegeleicht wie möglich sollte die Bepflanzung sein. So stimmte er dem Beschlussvorschlag C mit der Erweiterung zu, „dass die derzeit als Lavendelfläche bestimmten Segmente erhalten bleiben“. „Mir gefällt der Kreisel so wie er aussieht“, sagt die Wesendorferin Ingrid Ente. Auch ihre Freundin Marlies Tonk sieht keinen Anlass für Verbesserungen. „Er ist immer gepflegt und sieht ganz gut aus.“

Von Volker Althoff

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