Akustische Randmarkierung soll Verkehrsteilnehmer aufschrecken

„Rumpelstreifen“ auf K 7

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Im Landkreis Gifhorn rumpelt es seit einigen Tagen an zwei Stellen auf der K 7 – südlich von Wesendorf und bei Teichgut. 

Wesendorf/Teichgut. Seit einigen Tagen rumpelt es bisweilen im Landkreis. Und das ist nicht zufällig, sondern gewollt – zumindest, wenn Autofahrer aus der Spur kommen.

Am 26. Oktober wurden aufgrund einer Initiative von Landrat Dr. Andreas Ebel im Rahmen eines Pilotprojektes auf der K 7 – in Abstimmung mit der Polizeiinspektion – akustische Randmarkierungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der Fahrbahn angebracht.

„Mir ist die Verkehrssicherheit im Landkreis sehr wichtig“, verweist Ebel auf gegenüber dem Landesdurchschnitt höhere Unfallzahlen im Landkreis, nicht zuletzt auch mit Todesfolge.

Zudem gibt es für die Unfallhäufigkeit an der K 7 keine schlüssige Erklärung seitens der Polizei, die Unachtsamkeit und Spielen am Handy vermutet. „Wahrscheinlich kommen die Fahrer unbewusst von der Fahrbahn ab“, so Ebel, der mit seinem Vorschlag für „Rumpelstreifen“ bei Polizei und Baufachbereichsleiter Alexander Wollny auf Zustimmung stieß.

Das rumplige Geräusch beim Überfahren der Seitenstreifen soll den Fahrer aufschrecken. „Wir haben uns dann für den Streckenabschnitt südlich von Wesendorf – in Höhe der Deponie auf einer Länge von 500 Metern – und für einen zweiten Streckenabschnitt – ebenfalls auf der K 7, nördlich der Kreuzung mit der K 4, die nach Teichgut führt – entschieden“, erklärte Wollny. „Dort sind 1300 Meter der Fahrbahn mit den auch haptisch spürbaren Erhöhungen auf den Randstreifen versehen.“

Die Maßnahme kostet 20 000 Euro. Die Wahl fiel auf diese beiden Streckenabschnitte, nachdem bislang nur punktuelle Maßnahmen realisiert worden waren, sagte Ebel. Baumfällungen oder Leitplanken schützen nur Teilbereiche. „Diese Maßnahme ist entlang einer längeren freien Strecke geeignet.“ Nach ein oder zwei Jahren sollen die Fallzahlen von Polizei und Landkreis untersucht werden, vorher ist eine Bewertung nicht sinnvoll, sagte Ebel.

Sollte sich der erwartete positive Effekt einstellen, könnten weitere Streckenabschnitte im Landkreis auf die Eignung für das Aufbringen der profilierten Markierung untersucht werden. Denn nicht jede Straße eignet sich dafür, ergänzte Wollny. „Es muss eine Straßenmindestbreite von 5,5 Metern, ein befestigter Randstreifen und nicht zuletzt ein ausreichender Abstand von 500 Metern zur Wohnbebauung gegeben sein.“ Die Anwohner sollen nicht durch die akustische Randmarkierung gestört werden. Demensprechend ist der Ton beim Überfahren der Huckel, den man auch als Fußgänger neben der Fahrbahn hört, auch nicht hoch, sondern eher tief.

Von Burkhard Ohse

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