Vermutlich aktuell fünf Welpen im Wald bei Wesendorf und Wagenhoff

Ringelah: Wolfsrudel ist nachgewiesen

Bereits 2019 hatte das Wolfspaar im Ringelah Welpen bekommen, in diesem Jahr soll es auch wieder fünf Welpen gegeben haben. Das Rudel ist offiziell nachgewiesen.
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Bereits 2019 hatte das Wolfspaar im Ringelah Welpen bekommen, in diesem Jahr soll es auch wieder fünf Welpen gegeben haben. Das Rudel ist offiziell nachgewiesen.

WesendorfWagenhoff – Das Wolfsrudel im Ringelah bei Wesendorf und Wagenhoff ist nun amtlich nachgewiesen. Damit ist es nach dem Rudel in Ehra das zweite etablierte Wolfsrudel im Landkreis Gifhorn.

„Schon im Vorjahr hat ein Wolfspaar im Ringelah Welpen aufgezogen“, erklärte Wolfsberater Joachim Remitz im IK-Gespräch.

„Die Tiere sind nicht weitergezogen, in diesem Jahr gab es wohl fünf weitere Welpen.“ Damit sei sicher, dass die Raubtiere den Ringelah zu ihrer „Zentrale“ erkoren hätten. Ein genaues Revier festzumachen sei allerdings sehr schwierig. „Die Tiere sind sehr scheu, Menschen werden sie kaum zu Gesicht bekommen“, so Remitz. Eine Gefahr für Radfahrer und Wanderer im Ringelah bestehe daher nicht. „Obendrein legen sie große Strecken zurück. Ein Revier kann gut 200 bis 300 Quadratkilometer umfassen“, führte der Wolfsberater aus. „Das Rudel könnte etwa durch den gesamten westlichen Landkreis ziehen.“ So starb zum Jahresanfang ein „Problemwolf“ aus der Nähe von Hamburg nach einem Verkehrsunfall in der Nähe des Ringelah (das IK berichtete) – ein Beispiel für den großen Bewegungsradius der Wölfe. Auch das Überwinden von Flüssen wie der Elbe stelle für die Tiere kein Problem dar, wie Remitz damals erklärte.

Nachdem im Vorjahr das Rudel mit Welpen auch fotografisch belegt wurde, hatte Remitz DNA-Proben gesammelt und eingereicht. In diesem Jahr erfolgte der Abgleich: Es handelt sich um die gleichen Tiere.

Wolfsübergriffe seien in der letzten Zeit in Remitz’ Zuständigkeitsbereich allerdings wenige zu verzeichnen gewesen. „Es ist sehr ruhig, wir wollen hoffen, dass es auch so bleibt“, sagte Remitz. „Allerdings kann sich das auch sehr schnell wieder ändern.“ Daher sei es wichtig, dass Landwirte die Weiden für ihre Tiere wolfssicher machen. VON DENNIS KLÜTING

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