Bürgermeister Herbert Pieper benötigt 57 Hammerschläge

Wahrenholz: Richtfest für Bürgerhaus

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Der Wahrenholzer Bürgermeister Herbert Pieper brauchte beim Richtfest 57 Schläge, um den letzten, symbolischen Nagel zu versenken.

Wahrenholz. Richtfest an der Alten Schmiede in Wahrenholz: Vom Baubeginn bis zum gestrigen Richtfest sind gerade mal drei Monate vergangen. Die Gebäude sollen bis zum Juli 2019 bezugsfertig sein, so Bürgermeister Herbert Pieper.

Nach dem obligatorischen Richtspruch von Zimmermann Dirk Zogbaum schlug Pieper symbolisch den letzten Nagel in den Sparren.

Und der war ziemlich lang und Pieper hatte nur einen relativ kleinen Hammer. So brauchte Wahrenholz’ erster Bürger 57 Schläge, um den Nagel zu versenken. Im Untergeschoss soll eine ambulante Wohngruppe mit acht Plätzen entstehen. Später sollen weitere acht Pflegeplätze im Obergeschoss eingerichtet werden.

In dem Bürgerhaus soll sich auch der Heimatverein mit dem Dorfarchiv ansiedeln. „Bislang hatten wir für das Archiv nur eine Notlösung mit begrenzten Kapazitäten“, erklärte Reiner Meyer vom Wahrenholzer Heimatverein, als Mitte November der Förderbescheid von einer halben Million Euro eintrudelte. „In den neuen Räumen verfügen wir über ganz andere Möglichkeiten. Man weiß ja nie, was noch so in den Kellern schlummert.“

Auch die Bürgergemeinschaft soll dort einziehen. Das neue Büro soll eine Anlaufstelle für Senioren sein, außerdem soll von dort aus auch die Wohnungsverwaltung für das benachbarte Service-Wohnen erfolgen. „Wir haben schon in den Räumlichkeiten der Kirchengemeinde mit Gesprächsnachmittagen für Senioren begonnen“, erklärte Ursel Pape von der Bürgergemeinaschaft. „Die wollen wir natürlich in dem neuen Gebäude fortführen.“ Die Post soll ebenfalls in den Neubau umsiedeln – und eben auch die Gemeindeverwaltung.

Die Kosten für Umbau und Erweiterung der Alten Schmiede wurden ursprünglich auf 953.500 Euro geschätzt. Allerdings wird der Umbau zum Bürgerzentrum für Wahrenholz teurer. Es wird mit rund 1,7 Millionen Euro gerechnet, hieß es gestern Nachmittag am Rande der Feierstunde.

Von Manfred Gades

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