Viele Autofahrer treten innerorts zu stark aufs Gaspedal

Raser aus allen Richtungen: Gemeinde Schönewörde will Ortseinfahrten sicherer machen

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Aus Richtung Wahrenholz rasen gut 90 Prozent der Fahrzeuge zu schnell in den Ort Schönewörde hinein. 

Schönewörde – Nicht nur auf der L 286 wird zu stark aufs Gaspedal getreten, wie Schönewördes Bürgermeister Gerald Flohr bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats bemerkte.

Auch aus Richtung Neudorf-Platendorf würden immer häufiger Autofahrer mit erhöhter Geschwindigkeit in den Ort „hineinbrettern“.

Flohr habe bereits intensive Beschwerden von Anwohnern erhalten. „Und auch der Unfall im Juni zeigt auf, wie gefährlich die Strecke sein kann“, erklärte der Bürgermeister.

Gerald Flohr, Bürgermeister

Geschwindigkeitsmessungen am Ortsausgang Richtung Wahrenholz hatten im Frühjahr „erschreckende Ergebnisse“ geliefert, wie Flohr es selbst ausgedrückt hatte. Ein großer Teil der Fahrzeuge war mit erhöhter Geschwindigkeit in den Ort gefahren (das IK berichtete): 90 Prozent hielten sich nicht an das Tempolimit, rund ein Viertel der Fahrzeuge ist mit 80 Sachen oder mehr in den Ort hineingerast.

Nun will Flohr weitere Messungen vornehmen lassen, diesmal auch am Ortsausgang in Richtung Vorhop. „Wenn die nämlich von der Kanalbrücke kommen, nehmen die richtig Fahrt auf und lassen dann bis weit ins Dorf hinein ausrollen“, befürchtete Flohr. Eigentlich wollte er schon direkt im Anschluss an die vorherigen Messungen am gegenüberliegenden Ortseingang weitermessen, doch die mobile Messanlage der Samtgemeinde Wesendorf wurde zuerst in Ummern benötigt. Auch am Ortsausgang nach Neudorf-Platendorf soll gemessen werden.

Flohr will die Ergebnisse der Messungen der Straßenmeisterei Knesebeck und der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel übermitteln. „Mit den Ergebnissen haben wir dann was Handfestes“, sagte Flohr dem IK. „Auf Beschwerden reagieren die nämlich oft gar nicht, da muss immer erst ein Unfall passieren.“ So weit will es der Bürgermeister nicht kommen lassen. „Morgens früh auf dem Weg zur Arbeit erlebe ich, was in Richtung Butting auf den Straßen los ist. Eine Viertelstunde später ist alles ruhig“, so Flohr.

VON DENNIS KLÜTING

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