Stockcar-Rennen auf Stoppelfeld bei Wahrenholz begeistert hunderte Zuschauer

Rammen ist absolut erlaubt

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Wahrenholz. Waghalsige Fahrmanöver, durchdrehende Räder, die sich durch die aufgewühlte Erde fräsen, dazu laut aufheulende Motoren und kaum zählbare Blechbeulen: All das begeisterte am Wochenende mehrere hundert Zuschauer im Nordkreis.

Auf dem Stoppelfeld von Agrarservice Meyer, direkt an der Kreisstraße 7 zwischen Groß Oesingen und Wahrenholz gelegen, erlebte das Publikum den dritten Lauf der aktuellen Norddeutschen Stockcar-Meisterschaft.

Organisator Holger Roth hatte zusammen mit Rennleiter Matthias Meyer und vielen freiwilligen Helfern das Rennspektakel ins Isenhagener Land geholt. „Das Wetter ist optimal, die Bodenverhältnisse sind genau richtig. Durch den feuchten Boden müssen wir keine Angst einer Brandentwicklung auf dem Feld haben“, sagte Roth.

„Auf der Strecke Feinde, im Fahrerlager Freunde. Beim Rennen hauen sie sich die Köpfe ein und schrauben sie danach gemeinsam wieder zusammen“, beschrieb der aus Kiel angereiste Rennsprecher Frank Baltrusch schmunzelnd die Stockcar-Familie. Es sei eine eingeschworene Gemeinschaft, die sich aufeinander verlassen könne, ergänzte Roth. „Man kann hier von Zelt zu Zelt gehen und auf Unterstützung zählen.“ Da sei es auch möglich, dass über Nacht mal schnell ein neues Getriebe eingeschraubt werde.

In Langenbrügge und Perleberg hatten die Fahrer ihre ersten Punkte auf der Rangliste eingefahren. Nun kämpften sie in Wahrenholz um weitere Zähler und den Wochenendsieg. Aber auch für Fahrer, die nicht an der Meisterschaft teilnehmen, sondern nur aus Spaß dabei sein wollten, war der Start möglich. Im Wertungsrennen in der Jugendklasse und in den fünf Wettkampfklassen ging es für die rund 150 Fahrer aus Nord- und Mitteldeutschland sowie Dänemark um Punkte für die Meisterschaft.

Dabei ist fast alles erlaubt: Man darf drängeln, rammen schubsen und den Gegner aufs Dach legen. Nur Angriffe auf die Fahrertür oder auf stehende Fahrzeuge sind absolut verboten. Beim Speedway der Jugendklasse von 14 bis 18 Jahren stehen Geschwindigkeit und Fahrkönnen im Vordergrund. „Es dürfen hier keine harten Angriffe gefahren werden, wobei der Fahrzeugkontakt nicht ausbleibt“, sagte Baltrusch.

Nächste Station ist das Rennen in Kohlenbek/Wacken, im September steht dann in Gannerwinkel das große Finale an.

Von Nina Feith

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