Wesendorf: Reaktion der Straßenbaubehörde reicht dem Rathaus nicht aus / Kosten sollen Kommune und Land übernehmen

Radweg Ummern steht auf Prioritätenliste

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In Ummern soll in Richtung Wesendorf ein Radweg gebaut werden. Aber auch andere Gemeinden wollen einen Radwegeausbau. Die Samtgemeinde richtete eine Auflistung an die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Wesendorf. Die Sonne scheint, und die Zeit der Fahrräder steht vor der Tür. Eine Fahrradtour am Wochenende ist für die ganze Familie ein Höhepunkt. Umso wichtiger, dass in der Samtgemeinde Wesendorf die Radwege ausgebaut werden.

Die Wichtigkeit und auch Dringlichkeit des Radwegeausbaus hatten die Gemeinden bereits im vergangenen Jahr erkannt. Die Samtgemeinde hatte sich darüber hinaus mit einer Erläuterung an die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gewandt (das IK berichtete). Das war im Dezember.

Die Reaktionen seither sind jedoch ernüchternd: „Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat uns einen Entwurf für den Ausbau eines Radweges von der B 4 aus Ummern in Richtung Wesendorf zugeschickt. Der ist allerdings stark diskussionsbedürftig. Das Land will die Kosten an die Kommune abwälzen“, sagt Bauamtsleiter René Weber auf IK-Anfrage. Weitere Rückmeldungen gebe es nicht. Für Weber ist das bisherige Ergebnis deswegen nicht zufriedenstellend. Wann kann mit einem Radwegeausbau gerechnet werden, und auf welche Schultern werden die Kosten verteilt? Laut Weber ist der Entwurf lückenhaft, viele Fragen seien offen, die es zu klären gelte. Eigentlich sei das Land in der Pflicht.

Die Ummeraner machten sich ebenfalls Gedanken und diskutierten auf ihrer Sitzung im Gemeinderat im Februar einen Antrag für die Aufnahme von 15 000 Euro in den Haushalt für einen Grundstückskauf und Planungskosten für einen Radwegeausbau in Richtung Wesendorf. Diesem stimmten die Ratsmitglieder allerdings nicht zu, da solche Kosten auch noch im Nachtragshaushalt aufgenommen werden können.

Einig waren sich die Ratsmitglieder jedoch, dass der Radweg benötigt wird und in Angriff genommen werden soll. „Die Prioritätenliste hat sich verändert. Wir sind nun im dringlichsten Bereich. Wenn wir den Radweg haben wollen, dann müssen wir jetzt aktiv werden“, bestärkte Tobias Heilmann (SPD) seine Ratskollegen.

Die Prioritätenliste im Rahmen des Radwegekonzeptes des Landes Niedersachsen nennt Michael Peuke, Fachbereichsleiter Planung des Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, als Begründung, warum in der Samtgemeinde nur wenig Radwegeausbau in Angriff genommen werden kann. „Ein Radweg an der L284 von Ummern steht auf der Prioritätenliste nun als erste Dringlichkeit, also im disponierten Bedarf“, erklärt er und fügt an: „Alle weiteren Vorschläge und Wünsche im Bereich der Samtgemeinde Wesendorf können nicht angegangen werden, weil diese im weiteren Bedarf liegen.“ Fakt sei also, dass die Dringlichkeit für diese Wege auf der Prioritätenliste nicht hoch genug angesiedelt sei.

Von Maike Scholz

Mehr zum Radweg lesen Sie am Dienstag im Isenhagener Kreisblatt.

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