Ummern: Gemeindebürgermeister Otto Wagener blickt auf die Vorhaben im Jahr 2016

Radweg bleibt Dauer-Thema

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Der vorgesehene Radweg zwischen Ummern und Wesendorf wird die Gemeinde auch in 2016 beschäftigen. Man wartet dort weiter auf grünes Licht seitens der Landesstraßenbaubehörde.

Ummern. Das Dauerthema des Jahres 2015, der Radwegebau nach Wesendorf, wird die Gemeinde Ummern auch in 2016 mächtig auf Trab halten. Das wurde im Ausblick-Gespräch mit Ummerns Bürgermeister Otto Wagener deutlich.

50 000 Euro für entsprechende Planungskosten hat die Gemeinde, wie schon im Vorjahr, vorsorglich für das Projekt in den Haushalt eingestellt, berichtet Wagener.

Optimismus, dass das Vorhaben schon in diesem Jahr umgesetzt werden kann, macht sich beim Bürgermeister aber dennoch nicht breit. „Ich wäre schon zufrieden, wenn es 2017 losgeht“, sagt Wagener. Denn die Gemeinde wartet weiter auf den Startschuss oder zumindest auf verbindliche Aussagen der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau, ob und wann die Mittel für den Radweg bereit stehen.

Otto Wagener

Bis dahin will Wagener, im Gegensatz zur Gemeinde Wesendorf, keine konkreten Planungen in Gang setzen: „Ich kann nicht planen, wenn keine Aussage kommt.“ Denn er befürchtet, dass der Radweg aufgrund fehlender Gelder seitens der Landesbehörde von der Agenda gestrichen wird, oder jetzt eingeleitete Planungen nach zu langer Wartezeit hinfällig werden könnten, da sich Voraussetzungen und Richtlinien ändern. Ein weiteres größeres Vorhaben der Gemeinde besteht in der Schaffung eines neuen Baugebietes in Ummern. Auf einer gemeindeeigenen Fläche von rund 12 000 Quadratmetern sollen, so Wagener, fünf bis zehn neue Bauplätze entstehen. Entsprechende Planungskosten in Höhe von 30 000 Euro seien bereits im Haushalt veranschlagt.

Mit den neuen Grundstücken, die mindestens 800 Quadratmeter groß sein werden, soll Geld in die Gemeindekasse gespült werden. Die Zeichen dafür stehen laut Wagener gut: „Die Nachfrage ist da und wir haben nur noch zwei offene Bauplätze in Ummern, die allerdings in Privatbesitz sind.“ Damit der Gemeinde kein Risiko entsteht, soll für die Grundstücke eine Baupflicht mit einer Frist von vier Jahren gelten. Ansonsten kann die Gemeinde das Grundstück zum gleichen Preis wieder zurückkaufen. Der Preis wird, so Wagener, bei rund 35 Euro pro Quadratmeter liegen. Gelockt werden sollen vor allem junge Familien. Deshalb wird ein Kinderbonus von 1000 Euro ausgegeben, erklärt der Wagener.

Neben Radweg und Bauland sind in der Gemeinde keine größeren Maßnahmen geplant. Neben der Sanierung von Straßen, Wirtschaftswegen und Spielplätzen soll auch die Straßenbeleuchtung in Angriff genommen werden. Laut Wagener stehen 20 000 Euro für die Umstellung auf LED zur Verfügung.

Was den Einzelhandel angeht, sieht der Bürgermeister derweil schwarz. „Das mit dem Dorfladen hat sich erledigt“, ist er überzeugt. Das Modell rentiere sich für Ummern nicht, die Leute würden größtenteils auswärts auf dem Weg zurück von der Arbeit in Wesendorf, Gamsen oder Lachendorf einkaufen. Und für einen großen Markt sei das Einzugsgebiet zu klein.

Von Steffen Schmidt

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