Wegen Vorfahrtsmissachtung an der Ummerschen Kreuzung

Bundesstraße 4: Polizei will nach erneutem Unfall Kreisverkehr

Bei einem Unfall wurden gestern an der Ummerschen Kreuzung der B 4 eine Frau schwer und zwei Männer leicht verletzt. Wie bei den meisten Unfällen an dieser Kreuzung war hier Missachtung der Vorfahrt die Ursache. Die Polizei will daher einen Kreisverkehr.
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Bei einem Unfall wurden gestern an der Ummerschen Kreuzung der B 4 eine Frau schwer und zwei Männer leicht verletzt. Wie bei den meisten Unfällen an dieser Kreuzung war hier Missachtung der Vorfahrt die Ursache. Die Polizei will daher einen Kreisverkehr.
  • Dennis Klüting
    VonDennis Klüting
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Wesendorf. Eine Schwerverletzte, zwei Leichtverletzte und 15 000 Euro Sachschaden waren die Folgen eines Verkehrsunfalles im Kreuzungsbereich der Bundesstraße 4 und der Landstraße 284 am gestrigen Morgen. Die Ursache: Missachtung der Vorfahrt.

Keine Seltenheit an der Ummerschen Kreuzung.

Gegen 10.35 Uhr war eine 72-Jährige aus Ummern mit ihrem Pkw auf der Landstraße aus Ummern kommend in Richtung Wesendorf unterwegs. An der Kreuzung mit der B 4 fuhr sie unmittelbar in den Kreuzungsbereich ein, ohne auf den aus Richtung Gifhorn kommenden Lkw zu achten. Der von einem 36-jährigen Braunschweiger gesteuerte Silo-Lkw Volvo erfasste den Pkw der Ummeranerin. Dieser wurde in den Gegenverkehr geschleudert und von einem Kleintransporter, besetzt mit zwei Personen, erfasst.

Ein Kreisverkehr soll laut Polizei die Unfalllage an der Ummerschen Kreuzung entschärfen.

Die 72-Jährige wurde schwer verletzt in das Klinikum Gifhorn gebracht. Der 26-jährige Fahrer des Kleintransporters und sein 32-jähriger Mitfahrer aus dem Landkreis Celle wurden mit leichteren Verletzungen in das Krankenhaus Celle gebracht. An den Fahrzeugen entstanden Sachschäden in Höhe von etwa 15 000 Euro. Die Bundesstraße musste für knapp eine Stunde teilweise gesperrt werden. Ein solcher Unfall ist an der Ummerschen Kreuzung keine Seltenheit.

Laut Angaben der Polizei Gifhorn kam es in diesem Bereich in den letzten fünf Jahren zu 17 Unfällen, 13 davon aufgrund missachteter Vorfahrt. Insgesamt wurden dabei 22 Personen verletzt, 5 davon schwer.

„Für uns ist das eine ziemlich klare Kiste“, erklärt Lothar Michels, Sprecher der Polizei Gifhorn. „Da gehört ein Kreisverkehr hin.“ Dieser helfe bei der Einschätzung der Geschwindigkeit und würde den Verkehr auch besser verteilen. „In Peine wurden an einer vergleichbaren Stelle mit einem Kreisverkehr sehr gute Ergebnisse erzielt“, so Michels.

Die Gestaltung des Kreuzungsbereichs ist im Rahmen des Radwegebaus von Ummern nach Wesendorf angedacht (das IK berichtete), auch ein Kreisverkehr steht dabei zur Diskussion.

Von Dennis Klüting

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