Gewehr in Wohnung soll Anlass für abendlichen Einsatz gewesen sein

Polizei riegelt Westerholz ab – prompt Gerüchte in Sozialen Medien

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Die Polizei hatte gestern Abend den Ort Westerholz teilweise abgesperrt. Grund soll ein Mann sein, der möglicherweise illegal im Besitz einer Schusswaffe war.

Westerholz – Blaulicht und Rätselraten gestern in Westerholz: Der Ort wurde gegen 17. 15 Uhr von der Polizei teilweise abgeriegelt – nach unbestätigten Berichten zunächst sogar in einem Radius von fünf Kilometern.

Der Hintergrund soll nach offiziellen Angaben das Auffinden einer Schusswaffe gewesen sein.

Die L 286 wurde am Wesendorfer Ortsausgang auf Höhe des Aldi-Marktes gesperrt. Von Wahrenholz aus kam man nur bis zur Weißenberger Straße. Außerdem war die Siedlung Horst von Nordwesten her abgeriegelt. Mehrere Bewohner des Ortes sollen aufgefordert gewesen sein, in ihren Häusern zu bleiben. Anlieger, die zum Zeitpunkt der Sperrung nicht zu Hause waren, standen am Abend am Ortsrand und kamen nicht zu ihren Grundstücken. Einer sagte: „Ich müsste eigentlich dringend nach Hause, um meine Hunde zu versorgen.“ Informationen zum Grund der Sperrung hatten die Wartenden nicht.

Gerüchten, die prompt in den Sozialen Medien kursierten (Corona-Virus, Geiselnahme, flüchtige Spielhallenräuber aus Braunschweig), erteilte Gifhorns Polizeisprecher Thomas Reuter eine klare Absage. „Es handelt sich um eine unklare Gefahrenlage, die von einem einzelnen Mann ausgeht, der möglicherweise illegal im Besitz einer Schusswaffe ist“, lautete seine Begründung für den Einsatz.

Zwischen dem Mann und dessen Frau, die mittlerweile getrennt leben, habe es Streitigkeiten gegeben, erläuterte Reuter. Die Frau habe den gemeinsamen Sohn geschickt, um ein liegengelassenes Handy zu holen. Dabei habe der Sohn ein Gewehr bemerkt, was ihm verdächtig vorkam. Da eine versuchte Kontaktaufnahme zu dem Mann ergebnislos blieb, sei beschlossen worden, das Gebiet großräumig abzusperren, „um die Bevölkerung zu schützen“. Und: „Es wäre nicht ungefährlich für die Beamten, wenn sie einfach klingeln würden.“ So handele es sich – das war der Stand gegen 22 Uhr – um eine „statische Lage.“ Dabei blieb es bis Redaktionsschluss.  bo/dk/pg

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