Wesendorf: Bauausschuss will Ersatzpflanzungen / Einige Anwohner an Wittinger Straße wünschen sich Kastanien

Pilzbefall bedroht Ahornbäume

Die grünen Reihen in der Wittinger Straße lichten sich nach und nach. Foto: Althoff

Wesendorf. Seit einigen Jahren macht sich in den Ahornbäumen entlang der Wittinger Straße in Wesendorf ein Pilz breit. „Er beeinträchtigt ihre Vitalität“, erläuterte Bauamtsleiter René Weber dem Bauausschuss der Gemeinde.

Bedrohlich sei seine Verbreitung über den Boden, die nur durch einen kompletten Bodenaustausch sowie starken Rückschnitt der Bäume vorübergehend eingedämmt werden könne, machte Weber deutlich. Außerdem sei der Pilz resistent gegen Bekämpfung und könne über mehrere Jahre im Boden überleben.

Inzwischen ist die Krankheit nach Angaben des Bauamtes bei sechs Ahornbäumen soweit fortgeschritten, dass diese nicht mehr zu erhalten sind. „Im Hinblick auf die Verkehrssicherheit müssen sie entfernt werden“, sagte Weber.

Über entsprechende Ersatzpflanzungen diskutierte der Fachausschuss jetzt aktuell. „Sie müssen vorgenommen werden, um den Charakter der Straße als Allee zu erhalten“, meinte Weber. Das stellte Ferdinand Bergrath von der Wählergemeinschaft Wesendorf (WGW) allerdings in Frage. „Muss man überhaupt sechs neue Bäume pflanzen?“

Eine durchaus interessante Frage, zumal verschiedene Faktoren wie Verdichtung des Bodens, Salzverträglichkeit, Stadtklimaverträglichkeit sowie Unempfindlichkeit gegen äußere Einflüsse beachtet werden müssen.

Gedanken machten sich die Mitglieder des Ausschusses auch über die Baumarten, die als Ersatz in Frage kämen. „Wenn man Ersatzbäume pflanzt, dann können wir das erst im Frühjahr des kommenden Jahres machen“, bemerkte Ausschussmitglied Jürgen Meyer von der CDU. Am Ende der Diskussion lag keine einheitliche Meinung vor, so dass der Fachausschuss die Frage der Ersatzpflanzungen zunächst vertagte.

Eindeutige Positionen gibt es dagegen von einigen Bürgern. „Generell sollte man die kranken Bäume durch neue ersetzen. Und dann sollten es wieder Ahornbäume sein“, meint Bianca Kornblum.

Ersatz wünscht sich auch Gudrun Schulz, aber es müssen ihrer Meinnung nach nicht unbedingt Ahornbäume sein. „Es können zum auch Beispiel Kastanien sein.“

Für eine Wiederbepflanzung ist auch eine Wesendorferin, die ihren Namen nicht nennen wollte. „Aber es muss nicht unbedingt Ahorn sein, weil es so klebt.“ Gegen Ahornbäume spricht sich vehement Friedrich Wulfes aus. Er wohnt direkt an der Wittinger Straße. Für ihn sei es eine Last. „Im Frühjahr ist mein Garten voll von den kleinen Samen. Das ganze Jahr muss ich sehen, wie ich die kleinen Ahornsämlinge wegbekomme. Außerdem sorgen sie für Unkraut.“ Insofern sei diese Alternative für ihn die schlechteste von allen.

Auf den Punkt bringt es ein Anwohner aus der Brunnenstraße: „Wenn die Bäume krank sind, müssen sie abgesägt werden.“

Von Volker Althoff

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