Aber: Rückkehr für Vertretung in Wahrenholz

Abschiedsgottesdienst für Pastor Lars-Uwe Kremer

Der Wahrenholzer Pastor wurde vom stellvertretenden Superintendenten des Landkreises Gifhorn, Michael Bausmann, verabschiedet
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Pastor Lars-Uwe Kremer (l.) wurde vom stellvertretenden Superintendenten Michael Bausmann verabschiedet
  • VonBurkhard Ohse
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Wahrenholz – Einen Erntedankfestgottesdienst gleich in zweierlei Hinsicht gab es am Sonntag in der St. Nicolai- und Catharinen-Kirche in Wahrenholz. Einerseits galt das für die Ernte in diesem Jahr und andererseits für die Zeit, die er in der Gemeinde verbringen durfte, erklärte Pastor Lars-Uwe Kremer in seinem letzten Gottesdienst in seiner Gemeinde.

Zwölf Jahre in Wahrenholz

„Zwölf Jahre durfte ich in Wahrenholz arbeiten und mit meiner Familie leben“, sagte Kremer. Und auch er hatte in dieser Zeit gesät und mit der Gemeinde geerntet. Als Beispiel zählte Kremer die Gospel- und Popularmusik auf, die er in der Gemeinde vor allem als Gospelprojekt etablierte und die in der Gemeinde auf „sehr fruchtbaren Boden“ fiel. Dazu die Arbeit mit den Jugendlichen im Konfirmationsunterricht mit einer ganzen Reihe von Teamern, die Anschaffung der neuen Glocken im Jahr 2014 samt Glockenweihe, schöne Feste und die beiden Taufgottesdienste am Badesee in den Jahren 2018/19. „Aber ich bin auch für das alltägliche Leben und die Zusammenarbeit froh und dankbar, vor allem für die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen.“ In seiner Zeit seien auch Freundschaften entstanden, er habe durch die Gemeinde viel Schwung erfahren und fand mit seiner Familie ein behütetes Zuhause. Dafür sei er sehr dankbar.

Wichtig: fröhliches Geben

In seiner Predigt kam dann auch der Satz des Paulus an die Korinther: Wer wenig sät, wird wenig ernten. Dementsprechend viel ernte der, der viel gesät habe. Wichtig sei, dass man fröhlich gebe, stellte Kremer klar, und das gelte auch global für eine bessere und gerechte Welt. Denn Gott gebe immer im Überfluss. Die Verantwortung für das Elend in der Welt liege bei den Menschen. Dafür machte Kremer vor allem die westliche Welt verantwortlich, die seit 150 Jahren Raubbau an der Natur betreibe. Europa und Deutschland müssten den hohen Lebensstandard teilen, forderte er: „Gott wirkt durch solidarische Menschen.“

Gute Wünsche gab es von den Kirchenvorsteherinnen, Musik von Kirchenchor, Jugendband und Posaunenchor und eine Abschiedsrede vom stellvertretenden Superintendenten Michael Bausmann. Dass Kremer viel gesät und die Gemeinde damit viel geerntet habe, bestätigte dieser. Seine Begeisterung für Musik habe man bei den Darbietungen der Jugendband spüren können, die als Überraschung im Gottesdienst spielte. „Da wackelte die Bank“, sagte Bausmann. Pastor Kremer war zwölf Jahre lang auf dem Weg, durch Höhen und Tiefen, und es sei viel Segen geflossen. Seine Frucht sei aufgegangen, sagte Bausmann auch mit Hinblick auf die Jugendband, und vielleicht stehe noch das eine oder andere Ausgesäte bevor. Bausmann hob Kremers gute Zusammenarbeit mit den Vereinen hervor, doch nun müsse man ihn gehen lassen. Dank zollte Bausmann auch Kremers Ehefrau Sylvia, die sich ebenfalls eingebracht hatte. Er sei nun aus dem Dienst der Gemeinde mit einem Ratschlag entlassen: „Bewahrt in eurem Herzen, was euch gegeben wurde.“

Der Gemeinde bleibt Kremer zumindest in seiner Arbeit erhalten. Seine neue Aufgabe im Kirchenkreis ist die Arbeit als Springer in der Konfirmandenarbeit, die ihn auch nach Wahrenholz führen wird. Als zweite Aufgabe wird er Beauftragter für Popularmusik im Kirchenkreis. Das wird er von seinem neuen Wohnort Knesebeck aus tun. Am 24. Oktober wird Kremer für seine neuen Aufgaben in der Gifhorner St. Nicolaikirche eingesegnet.

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