„So geht das nicht weiter!“

Parken am Heidberg: Gemeinde Wagenhoff sucht gemeinsam mit Polizei nach Lösungen

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Die Parksituation in der Straße Am Heidberg ist tagsüber entspannt. Sind aber Veranstaltungen im Gemeindezentrum, wird es schnell eng – besonders, wenn der Parkplatz zur Hauptstraße nicht geöffnet wird.

Wagenhoff. Zugeparkte Straßen, Temposünder und Vorfahrtskennzeichnungen: Das waren die Themen der jüngsten Verkehrsschau der Gemeinde Wagenhoff mit der Polizei Gifhorn.

Davon berichtete Andreas Wedler, allgemeiner Verwaltungsvertreter der Gemeinde, am Montagabend bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

So hatte Winfried Enderle, Verkehrsexperte bei der Polizei Gifhorn, die Parksituation Am Heidberg genau untersucht. „Wir alle wissen: Wenn im Gemeindezentrum eine Veranstaltung stattfindet, wird dort oft unmöglich geparkt“, erklärte Wedler. Es seien schon Einfahrten zugeparkt oder die Straße nahezu unpassierbar gemacht worden. „Ich habe Herrn Enderle dazu gründlich ausgefragt: Die Einführung eines Parkverbots ist aber schwierig“, betonte Wedler. Anwohner müssten also, wenn ihre Einfahrt zugeparkt werden sollte, die Polizei rufen, um die Falschparker abschleppen zu lassen. „Man kann von den Anwohnern schließlich auch nicht verlangen, dass sie jedes Mal zur Veranstaltung gehen und da den Besitzer des Fahrzeugs ausrufen lassen“, sagte Wedler.

Bürgermeisterin Claudia Bergmann ergänzte: „Es ist nun mal eine enge Straße. Aber wir haben Parkplätze am Gemeindezentrum– viele vergessen nur einfach, unten die Schranke zu öffnen. Aber so wie jetzt geht es jedenfalls nicht weiter!“

Ebenfalls Thema war die Frage, ob an einigen Kreuzungen Haltebalken auf der Straße aufgezeichnet werden könnten, um die Rechts-vor-Links-Regelung stärker zu verdeutlichen. „Aber auch das ist schwierig“, sagte Wedler. Enderle habe keinerlei Unfälle verzeichnet, die eine solche Maßnahme rechtfertigen würden. In den Reihen der zehn Bürger, die der Ratssitzung beiwohnten, machte sich bei dieser Begründung Unmut breit: „Es muss wohl erst etwas passieren!“

Wedler berichtete, dass auch einige alte Verkehrsschilder ausgetauscht werden müssten – dies sollte bei der Haushaltsplanung berücksichtigt werden. Außerdem wurde bei der Verkehrsschau auch der Schulweg in Augenschein genommen. Dort hatten sich Anwohner über „gefühlt viele“ Raser beklagt. Nach den Daten der Polizei, die den Verkehr dort auch kontrolliert hatte, sei das Ergebnis allerdings „recht normal“.

Es gebe allerdings mehrere Möglichkeiten, die Straße sicherer zu machen. Eine Patentlösung gebe es aber nicht, jede Maßnahme hätte so ihre Tücken, wie eine Einbahnstraßenregelung, die für Anwohner Umwege bedeuten könnte. Oder die Installation von Temposchwellen, die durchaus einen erhöhten Geräuschpegel zur Folge haben könnte. „Wir setzen uns da noch mal mit den Anwohnern zusammen und besprechen die Möglichkeiten“, erklärte Wedler weiter. „Denn davon gibt es einige.“

Von Dennis Klüting

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