Eigentümer wollen mehr private Zeit / Abwicklung nicht von heute auf morgen

Offroad-Park in Wesendorf steht zum Verkauf

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Quads düsen regelmäßig auf dem Gelände in Wesendorf.

Wesendorf – Beim Offroad-Park Südheide bahnt sich ein Eigentümerwechsel an. Derzeit steht das Gelände mit einer Preisvorstellung von 1,6 Millionen Euro im Internet zum Verkauf, komplett mit allem, was da drauf steht. „Aber wir haben keinen Druck.

Wir müssen nicht verkaufen“, bekräftigt Marco Lehner, neben Uwe Reuß einer der beiden Eigentümer. Und ein potenzieller Käufer muss ein „ordentliches Konzept“ vorlegen und soll den Betrieb weiterführen. Einige Anfragen seien schon da, sagt Lehner. „In diesem Jahr wird aber alles so weiterlaufen wie geplant“, bestätigt er.

Was nach einem Kauf geschieht, entscheidet der neue Eigentümer, aber, so Lehner, die Anlage laufe weiterhin sehr gut. Straßentaugliche und spezielle Fahrzeuge wie Geländewagen, SUV, Quads oder Motocross- und Enduro-Maschinen nutzen regelmäßig das Angebot. Daher ist eine große Änderung etwa bei dem Quad-Verleih oder den Veranstaltungen, so dem 4,2 Stunden-Rennen oder dem Horsetrail-Wochenende, die bisher etabliert sind, nicht zu erwarten.

Aber das Gelände ist sehr groß, ein neuer Besitzer könnte auch weitere Angebote einrichten, mehr in die Pferderichtung gehen oder mehrgleisig fahren. „Was dann darauf noch gemacht wird, ist dem neuen Besitzer überlassen. Möglichkeiten gibt es, und Adventure-Geschichten sind immer mehr gefragt“, sagt Lehner. Dafür müsste man neue Genehmigungen einholen, Bauland sei das Gelände jedoch nicht, eher Industriegebiet.

Als Grund für einen Verkauf gibt Lehner an, dass nach rund zehn Jahren der richtige Zeitpunkt gekommen sei, zumal die Zinsen sehr günstig sind. Verkauft werden soll jedenfalls nicht „von heut auf morgen“, dazu sei das Objekt zu groß. Die Fläche der ehemaligen Standortschießanlage der ebenfalls ehemaligen Kaserne in Wesendorf beträgt 160 000 Quadratmeter.

Die für dieses Jahr angekündigten Veranstaltungen werden auf jeden Fall stattfinden, bestätigt Lehner, der hofft, dass die beliebten Angebote auch danach weitergehen. „Und wenn es in der nächsten Zeit nicht zu einem Verkauf kommt, schließen wir nicht“, sagt Lehner, der Park laufe gut. Grund für den Verkauf sei einzig, dass die Eigentümer „weniger arbeiten wollen“. Denn er, Lehner, beispielsweise sei jedes Wochenende vor Ort, habe aber noch einen eigenen anderen Betrieb. Da ist die Freizeit gleich Null. „Ich will meine Wochenarbeitszeit reduzieren. Der Offroad-Park war auch eher als Altersversorgung gedacht. Und da wollen wir uns früh- und rechtzeitig um eine Nachfolge kümmern.“

Laut Internet gibt es im hinteren Teil des Parks eine abtrennbare Fläche. Die dort stehenden 24 Bunker aus Bundeswehrbestand mit einer Fläche von jeweils 50 und 60 Quadratmetern gehören ebenfalls zum Angebot. Sie sind mit Starkstromanschluss ausgerüstet, haben eine Be- und Entlüftung, schwere Türen und eine massive Bauweise. In ihnen könnten somit Sachen sicher und trocken gelagert werden, bis zur Größe von Autos.

VON BURKHARD OHSE

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