Wesendorf: Schülerzahl steigend, aber Unterrichtsversorgung teils schwierig

„Oberschule ist gut aufgestellt“

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Die Wesendorfer Oberschule ist laut kommissarierscher Leiterin Katja Wölfer gut aufgestellt. Dennoch mangelt es besonders im Fach Sport an Lehrkräften.

Wesendorf/Wittingen. Mit steigenden Schülerzahlen sieht die kommissarische Schulleiterin Katja Wölfer die Wesendorfer Oberschule auf einem guten Weg. Dennoch hat auch die Oberschule mit teils schlechter Unterrichtsversorgung zu kämpfen.

Katja Wölfer

„Wir haben uns als gute Schulform etabliert und können wieder mehr Anmeldungen verzeichnen“, freute sich Wölfer im IK-Gespräch. Von dem Ansatz, in den unteren Klassen jeweils einen separaten Haupt- und Realschulzweig anzubieten, wie es die Oberschule in Uelzen künftig tun will, hält die kommissarische Schulleiterin wenig. „In meinen Augen ist unser Kurssystem deutlich sinnvoller als getrennte Schulzweige“, sagte Wölfer. „So kommt es ja durchaus vor, dass ein Kind etwa gut in Mathe ist, aber Schwierigkeiten in Englisch hat.“ Das durchlässigere Kurssystem der Wesendorfer Oberschule würde dem eher gerecht als getrennte Schulzweige, die Über- oder Unterforderung zur Folge haben könnten. „Wir wollen an unserem System festhalten“, betonte Wölfer und sieht die Oberschule damit gut aufgestellt.

Dennoch sei es nicht immer einfach, Lehrkräfte zu finden, räumte die kommissarische Schulleiterin ein. An der Schulform liege das aber nicht, sondern an demografischen Gründen. „Zum einen gibt es kaum noch verfügbare Lehrer in Niedersachsen, der Markt ist leergefegt. Zum anderen wollen die wenigen, die es noch gibt, dann nicht aufs platte Land.“ So würde jemand, der in Braunschweig studiert habe, vielleicht noch nach Gifhorn gehen, kaum aber bis nach Wesendorf. „Dabei ist die Oberschule eine wirklich attraktive Schulform“, sagte Wölfer. „Wir haben deutlich kleinere Klassen und eine geringere Stundenzahl.“ Auch sei die Oberschule mit 300 Schulen eine dominante Schulform in Niedersachsen, Real- und Hauptschulen gäbe es jeweils rund 100. Unter dem Lehrermangel leidet die Unterrichtsversorgung. „Ganz dringend ist es bei uns im Bereich Sport“, führte Wölfer aus. „Aber auch in Französisch gibt es Bedarf.“

An der Wittinger Oberschule, die ihre Pforten im Juli 2020 schließt, dürfen gar keine Lehrer mehr eingestellt werden, wie der kommissarische Schulleiter Georg Ebener erklärte. „Viele Kollegen kommen hier aus der Gegend, aber es kommen auch immer mal welche von außerhalb. Es ist unterschiedlich, aber nicht immer einfach.“

Von Dennis Klüting

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