„Notbetrieb“ und Lob an Eltern

Kitas in der Samtgemeinde Wesendorf im zweiten Lockdown

Die DRK-Kita am Lerchenberg.
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In der DRK-Kita am Lerchenberg ist es durch den Lockdown ruhiger geworden. Zu tun hat das Team um Rita Gottschlich dennoch genug.
  • Dennis Klüting
    vonDennis Klüting
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Wesendorf/Groß Oesingen/Teichgut – Der zweite Corona-Lockdown hat das Alltagsleben in der Samtgemeinde Wesendorf fest im Griff. In den Kitas wird der Betrieb auf das Nötigste reduziert. Die Einrichtungsleitungen loben dabei die Vernunft der Eltern.

„Glücklicherweise sind die Eltern so gewissenhaft, dass sie ihre Kinder nur in die Kita schicken, wenn es sich arbeitstechnisch nicht anders regeln lässt“, erklärte Rita Gottschlich, Leiterin der DRK-Kita am Lerchenberg in Wesendorf. Genau für solche Fälle biete die Kita eine Notbetreuung an – Gottschlich steht dabei in Kontakt mit den Eltern und spricht die Möglichkeiten der Betreuung ab. „Das wechselt von Tag zu Tag“, sagte Gottschlich am Freitag. „Heute haben wir zwei Kinder im Kindergarten und zwei in der Krippe, gestern waren es insgesamt sieben Kinder.“

Bei dieser Zahl an Kindern werde natürlich nicht das vollständige Personal benötigt. „Nun ist die Zeit für Resturlaub und Arbeitszeitausgleich“, so die Kita-Leiterin. „Aber wir haben auch so genug zu tun.“ So könne man diese Zeit nutzen, um die Kita gründlich aufzuräumen und dabei auch alles zu desinfizieren. „Bürokram, auffrischen von Portfolios, aufstocken der Materialräume... Uns wird nicht langweilig“, sagte Gottschich lachend. „Und wenn wir noch Zeit finden und das Wetter mitspielt, können wir vielleicht auch noch die Außenanlagen aufhübschen und das Laub wegharken.“

Fluktuation herrscht auch in der Groß Oesinger DRK-Kita, wie Einrichtungsleiterin Marion Tetzlaff berichtete. „Es ist wirklich jeden Tag anders, die Eltern haben uns mitgeteilt, wann sie welche Betreuung brauchen.“ Zwischen drei und fünf Kinder seien pro Tag in jeder der sieben Gruppen anwesend. „Aber nur schätzungsweise. In einer haben wir gar keine Kinder, erst am Montag kommt wieder eines.“ Für heute haben sich Tetzlaff und ihr Team auch ein kleines „Dankeschön“ für die Familien einfallen lassen. „Es war ein wirklich ungewöhnliches und auch schwieriges Jahr – und da wollen wir uns bei den Familien für die tolle Zusammenarbeit bedanken.“ Den ganzen Tag über können die Familien vorbeikommen und sich eine Weihnachtsüberraschung abholen.

Im Bauernhofkindergarten in Teichgut hat sich der Lockdown natürlich ebenfalls bemerkbar gemacht, wie Leiterin Kirsten Richter versicherte: „Diese Woche waren mit 25 Kindern die Hälfte da. Nächste Woche werden es nur noch eine Handvoll sein.“ Wichtig: die Kommunikation mit den Eltern. „Die sind super und sehr verständnisvoll. Das klappt einfach, denn alle denken mit!“

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