Neuer Eigentümer für die Krümme?

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Schon seit Jahren biete die Krümme keinen guten Anblick. Zur Zeit verhandelt der Landkreis mit einem Kaufinteressenten, der das Gelände aufräumen könnte.

Wagenhoff - Von André Pohlmann. Die Krümme an der B 4 bei Wagenhoff könnte demnächst den Besitzer wechseln. Damit steigen die Chancen, dass die nach einem Brand vor rund sechs Jahren dem Verfall preisgegebene Ruine zumindest aufgeräumt wird.

Der Landkreis Gifhorn sei mit einem Kaufinteressenten in Verhandlungen, bestätigte gestern der Leiter des Kreisbauamtes Alexander Wollny auf Anfrage des IK. Nach wie vor ist das Grundstück in Privateigentum, doch der Eigentümer hatte sich nach dem Brand nicht mehr um die Gebäude gekümmert. Dies hatte in der Vergangenheit wiederholt die Landkreisbehörden auf den Plan gerufen.

Abriss-Aktionen, die Räumung von Müll und Unrat sowie die jetzige Sicherung des Geländes mit einem Bauzaun zogen dabei immer wieder Kosten nach sich – und die versuchte der Landkreis bisher vergeblich vom bisherigen Eigentümer einzutreiben. Bei einem Eigentümerwechsel übernehme der Käufer auch die Lasten und Forderungen, die mit dem Grundstück verbunden sind, erläuterte Wollny. Darüber verhandle man zurzeit mit dem Interessenten, der in der Umgebung bereits Land besitzt.

Die Nutzung des Grundstückes ist indes stark eingeschränkt. Eine Gaststätte wie in früheren Zeiten wird es an der Krümme wohl nicht mehr geben. Der Bestandsschutz für diese Nutzung laufe regelmäßig schon nach zwei bis drei Jahren aus, sagte Wollny. Bei einem abgebrannten Gebäude, dass nicht umgehend wieder errichtet werde, erlösche der Bestandsschutz fast sofort, verweist er auf die einschlägige Rechtsprechung. Angesichts des jahrelangen Leerstandes und des Feuers sei es eher unwahrscheinlich, eine erneute Bebauung des Grundstückes mit Rechtsprechung und Gesetz in Einklang zu bringen.

„Das ist kein schöner Anblick für unsere Gemeinde“, sagte Wagenhoffs Bürgermeister Egon Hillebrecht gestern auf Anfrage des IK. Die Gemeinde sei froh, wenn sich das Bild ein wenig ändere, auch wenn eines der Gebäude stehen bleibe. Nachdem die Ruine eingezäunt wurde, werde zwar zumindest nicht mehr so viel Müll an dem Gelände unerlaubt abgeladen, doch nach wie vor sei die Ruine an der Einmündung von der Bundesstraße nach Wagenhoff „kein Aushängeschild“, so der Ortschef.

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