Umfangreiche Informationen zum Bahnhof für Wahrenholzer Bauausschuss

Neuer Bahnsteig, neue Straße

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Der Wahrenholzer Bahnhof soll 2018 umgebaut werden. Die Gemeinde hat lange darauf gewartet. Nun besteht die Möglichkeit, das Umfeld ebenfalls neu zu gestalten.

Wahrenholz. Jahrelang stand der Bahnhof und sein Umfeld auf der „To-Do“-Liste der Gemeinde Wahrenholz. Doch ohne Mitwirkung der Bahn AG konnte das Vorhaben nicht angegangen werden. In 2018 soll es soweit sein, die konkreten Pläne stellte Planer Ulrich Schwieger vor.

So will die Bahn die Gleisanlagen in Wahrenholz umgestalten, der Einstieg soll künftig barrierefrei sein. Der Mittelsteig, über den der Einstieg in beiden Richtungen erfolgen soll, soll durch eine Querung der Schienen erreicht werden. Bei dieser soll aber künftig wohl keine Absperrung mehr erfolgen müssen, da die Züge ähnlich langsam wie eine S-Bahn in den Bahnhof einfahren sollen.

Die Gemeinde will die Straße Am Bahnhof zu einer Ringstraße ins Gewerbegebiet erweitern, damit auch Linienbusse den Bahnhof anfahren können. So sind zwei hintereinander liegende Bushaltestellen auf der Straßenseite zum Bahnhof hin vorgesehen. Bei der Vorstellung des Straßenausbaus wurde in der Sitzung aber schon ein kleiner Pferdefuß entdeckt: Der momentane Entwurf der Straße ist noch zu schmal, eine Begegnung eines Busses mit einem Lkw, wie sie am Rande eines Gewerbegebietes ja auch vorkommen kann, wäre kaum möglich. Dies soll aber nachgebessert werden.

Der Ausschuss sprach eine Empfehlung für die Errichtung einer Baustraße aus. Damit soll begonnen werden, sobald der Zuwendungsbescheid für die Fördermittel im Rahmen der Dorferneuerung eintreffe. „Andernfalls hinken wir da nämlich hinterher und fangen erst 2019 mit der Umgestaltung des Bahnhofsumfeld an“, erklärte Bürgermeister Herbert Pieper. Das Bahnhofsumfeld vor dem Umbau des Bahnhofs neu zu gestalten, sei indes nicht möglich. „Zwar kennen wir die Grenzen, aber die neuen Höhen kennen wir nicht. Daher wollen wir die Arbeiten möglichst zeitgleich ausführen lassen“, führte Pieper aus.

Die Park+Ride-Anlage (30 Stellplätze, zwei Behindertenparkplätze, 20 überdachte Fahrradstellplätze, zusätzliche noch im Freien mit Anstellbügel, optional Ladestationen für Elektrofahrzeuge) soll über die Landesnahverkehrsgesellschaft bezuschusst werden.

Für die Errichtung der Baustraße sollen 70 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden.

Von Dennis Klüting

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