Montag geht es los

Neue Kita in Schönewörde

Bürgermeister Gerald Flohr, Kita-Leiterin Sandra Kusch und Samtgemeindebürgermeister René Weber freuen sich auf dem Bobbycar-Rundkurs über die neue DRK-Kita
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Schönewördes Bürgermeister Gerald Flohr, Kita-Leiterin Sandra Kusch und Samtgemeindebürgermeister René Weber freuen sich über neue Kita in Schönewörde
  • Dennis Klüting
    vonDennis Klüting
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Schönewörde – Am Montag öffnet die neue DRK-Kita Schulweg in Schönewörde erstmals ihre Pforten: Aufgrund der Corona-Verordnung wird es allerdings nur eine Notbetreuung mit vier Kindern geben (zwei aus Wahrenholz, zwei aus Wesendorf). „Es ist schon ein wenig schade“, sagte Einrichtungsleiterin Sandra Kausch. „Ich hätte gern mit vollen Gruppen gestartet, damit sich die Kinder auch direkt hier so richtig austoben können.“ Und auch eine Einweihungsfeier hätte Kausch gern direkt veranstaltet. „Die Bürger haben so hinter dieser Einrichtung gestanden und es gibt ein so reges Interesse – ich hätte hier schon Führungen anbieten können“, sagte sie lachend. Nun hofft sie auf eine Einweihungsfeier im Sommer.

Zwei offene Gruppen

Die beiden Gruppenräume der insgesamt 400 Quadratmeter großen Einrichtung sind unterschiedlich eingerichtet. „Der eine ist ein etwas traditionellerer Gruppenraum mit Puppenecke, Bauklötzen und einer Spielküche“, erklärte Kausch. „Der andere ist zum Experimentieren, Forschen und Kreativsein.“ Die vier Kindern, die alle um die drei Jahre alt sind, werden die zwei Erzieherinnen der Einrichtung wohl vorerst im klassischen Gruppenraum betreuen. „Wir haben ein offenes Gruppenkonzept“, so Kausch, „nach dem die Kinder das tun können, was ihnen Spaß macht.“ Großen Spaß dürften die Kinder an den Holzpodesten haben. Diese wurden von der DiDoKo, der Dienstag-Donnerstag-Kolonne, mit großen Engagement angefertigt, damit es aus den Gruppenräumen einen zweiten Rettungsweg – durch eines der Fenster – gibt.

Neben den Gruppenräumen stehen ein Bewegungsraum, das großzügige Foyer und natürlich der weitläufige Außenbereich mit rund 600 Quadratmetern Spielfläche zur Verfügung. „Da wir Bewegungskita sind, können wir dieses großzügige Planzangebot gut nutzen“, erklärte Kausch. Highlight dürfte für viele Kinder der Bobbycar-Rundkurs mit unterschiedlichen Bodenbelägen sein, doch Kausch freut sich noch viel mehr über die Kletteranlage – eine Maßanfertigung. „Als mir der Entwurf gezeigt wurde, war ich sofort begeistert und wusste: Das wird es“, sagte sie. Generell wurde ihr die Möglichkeit gegeben, viel der neuen Kita mitzugestalten – wofür sie Bürgermeister Gerald Flohr und Samtgemeindebürgermeister René Weber sehr dankte.

Von der Schule zur Kita

Flohr erinnerte sich an seinen eigenen ersten Schultag zurück, den er 1960 in genau diesem Gebäude erlebt hatte. Nach wechselhafter Nutzung als Schule und Wohngebäude stand das Gebäude leer. Die Gemeinde bezog mit der Verwaltung die ehemalige Lehrerwohnung. Die Ansiedlung einer Freien Schule und die Einrichtung einer Seniorentagespflege waren geplant, mussten aber verworfen werden. „Nun freue ich mich, dass das Gebäude wieder mit Leben gefüllt wird und obendrein auch noch wieder der Betreuung von Kindern dient“, sagte Flohr.

Weber griff Flohrs persönlichen Bezug zu dem Gebäude auf: „Das erklärt deinen großen Einsatz bei diesem Umbau.“ Er freute sich, dass die Arbeiten in so kurzer Zeit abgeschlossen werden konnten. „Das DRK und ich waren sofort von diesem Standort überzeugt“, sagte Weber. „Wir hätten niemals woanders in dieser Zeit eine solche Kita aus dem Boden stampfen können.“ Er hob die „tolle und charmante Mischung“ alter und moderner Elemente in der neuen Einrichtung hervor.

Die neue Einrichtung soll die Bezeichnung „DRK-Bewegungskita Schulweg“ führen, wie Kausch erklärte. „Ja, es handelt sich um eine Außenstelle, diese ist aber autark und voll ausgestattet.“ So werden beispielsweise Teamsitzungen voraussichtlich im Schulweg stattfinden – „allein wegen des größeren Platzangebots“, so Kausch. Außerdem soll es auch unter den Kindern beider Standorte engen Kontakt und gemeinsame Aktionen geben. Kausch hofft, dass die Einrichtung ab August komplett belegt sein wird und damit 50 Kinder sich auf dem Gelände austoben können. „Das richtet sich natürlich nach den Anmeldungszahlen“, merkte Weber an.

„Verkehrstechnisch wird sich hier noch etwas ändern“, kündigte Flohr an. Denn der Landkreis hat die Umwandlung des Schulwegs in eine Einbahnstraße genehmigt. So soll der Verkehr besonders zu Bring- oder Abholzeiten entzerrt werden.

Fassade wird noch saniert

Die Gemeinde hat rund 200 000 Euro in den Umbau investiert – was nun auf die Miete zur Refinanzierung umgelegt wird. Der Mietvertrag läuft vorerst über zwölf Jahre. Die Samtgemeinde investierte für die Einrichtung rund 180 000 Euro.

Noch ist an ein paar Stellen zu erkennen, dass die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind: An den Podesten fehlen noch Geländer an einer Seite, der Rollrasen soll in der kommenden Woche verlegt werden. Zudem steht noch die Außensanierung an: Die Gemeinde hat eine Förderzusage im Rahmen der Dorferneuerung über 480 000 Euro, zu denen noch ein Eigenanteil von zehn Prozent, also rund 50 000 Euro für Fassade, Fenster und Türen zu rechnen ist. „In diesem Zuge kommt auch noch eine neue Decke in den Bewegungsraum“, sagte Kausch mit Vorfreude. „Und dann gibt es einen Schaukelbalken.“ Flohr erklärte: „Für mich sind die Arbeiten erst dann abgeschlossen, wenn die Turmuhr wieder die korrekte Zeit anzeigt und zur vollen Stunde schlägt.“

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