Wahrenholz: Finanz- und Bauausschuss diskutiert kontrovers über Zustand der Straße „Im Steinkamp“

Ein Nein zum Vollausbau

Der Finanz- und Bauausschuss beriet in seiner ersten Sitzung, ob die Straße „Im Steinkamp“ komplett ausgebaut oder doch nur saniert werden soll.
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Der Finanz- und Bauausschuss beriet in seiner ersten Sitzung, ob die Straße „Im Steinkamp“ komplett ausgebaut oder doch nur saniert werden soll.

Wahrenholz. Soll die Straße „Im Steinkamp“ ausgebaut oder doch nur saniert werden? Mit dieser Frage setzten sich am Donnerstagabend die Mitglieder des Wahrenholzer Finanz- und Bauausschusses in ihrer ersten Sitzung auseinander – und debattierten lange über den Zustand der Straße.

„Im Steinkamp“ ist 1981 erbaut worden. Die Straße ist nun also 33 Jahre alt. „Wir haben sie in die Prioritätenliste für die Straßenerneuerung aufgenommen. Bezüglich Zuschüssen sieht es allerdings schlecht aus“, sagte die Wahrenholzer Bürgermeisterin Friedhilde Evers.

Am 10. Februar wurde die Straße an drei Stellen aufgeschnitten, um per Plattendruckversuch festzustellen, wie belastbar die Fahrbahn noch ist. „Die Fahrbahn hat eine Stärke von etwa 17 Zentimetern. Zu bedenken ist, dass nur ein Sand-Kies-Gemisch unter der Fahrbahn ist, und das ist heute für einen Ausbau nicht mehr ausreichend“, erklärte Ulrich Schwieger vom Oebisfelder Planungsbüro Schulz & Partner. Hinzu komme, dass die Oberfläche stark rissig sei. Mulden seien erkennbar – sowohl in der Fahrbahn als auch bei den Bürgersteigen. Aus seiner Sicht sei ein Vollausbau ratsam. Dieser beinhalte die Aufnahme des Asphalts, Einbau einer Frostschutz- und Schottertragschicht, das Aufbringen einer Asphalttragschicht und -decke sowie die Erstellung eines Gehweges und Erneuerung der Beleuchtung. Gesamtkosten: 491 000 Euro. Bei diesem Preis schluckten einige Ausschussmitglieder.

Rüdiger Krafft machte den Vorschlag, lediglich eine Sanierung vorzunehmen und die erste Schicht abzufräsen und zu erneuern. Die Kosten dafür lägen bei 130 000 Euro.

„Was wollen wir uns leisten?“, fragte Herbert Pieper in den Raum. Er gab zu bedenken, dass die Beleuchtung sehr problematisch sei (vergilbte Lampen, die zu weit auseinanderstehen und nicht genug Licht spenden) und diese in Angriff genommen werden müsse. Das gehe aber wiederum nicht ohne Beteiligung der Anlieger. Bei einer Sanierung sei ungewiss, wie lange die Straße in einem guten Zustand bleibe. Das konnte auch Schwieger nicht vorhersagen. Er sehe die Gefahr, dass Risse sehr schnell wieder hochkommen.

Die zweite Unbekannte liege beim Wasserverband. Sollte sich herausstellen, dass es Probleme, zum Beispiel bei Leitungen, gebe, seien die beiden Varianten – Vollausbau oder Sanierung – noch einmal abzuwägen, hieß es. Die Ausschussmitglieder stimmten mit einer Ja-Stimme, sieben Nein-Stimmen und einer Enthaltung gegen den Vollausbau.

Krafft stellte daraufhin den Antrag auf eine Sanierung unter Vorbehalt mit Blick auf das Ergebnis des Wasserverbandes. Sieben Ja-Stimmen, eine Nein-Stimme und eine Enthaltung waren daraufhin das Ergebnis.

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