Deutsche Bundesstiftung Umwelt verwaltet Flächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes

Naturerbe in Wesendorf

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Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) verwaltet Flächen des ehemaligen Wesendorfer Truppenübungsplatzes als Teil des Nationalen Naturerbes.

Wesendorf. Auch lange nach der Schließung der ehemaligen Hammerstein-Kaserne hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) noch Immobilien in Wesendorf in ihrem Bestand. Dies soll sich aber im Laufe des Jahres ändern – zumindest größtenteils.

„In der Samtgemeinde Wesendorf hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben derzeit noch eine Waldfläche und den ehemaligen Standortübungsplatz mit insgesamt rund 296 Hektar im Bestand“, teilt Thorsten Grützner, Pressesprecher der BImA auf IK-Anfrage mit. „Beides gehörte zur ehemaligen Hammerstein-Kaserne und zum Truppenübungsplatz.“ Die Flächen würden zurzeit überwiegend forstwirtschaftlich genutzt, rund 50 Hektar seien an eine Schäferei verpachtet. „Sämtliche Grundstücke sollen als Teil des sogenannten Nationalen Naturerbes noch in diesem Jahr der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) übergeben werden“, so Grützner. Die wirtschaftliche Übertragung sei bereits zum 1. Oktober 2016 erfolgt, die notarielle Übertragung stehe noch aus.

Das Gebiet ist geprägt durch Offenlandbereiche mit Magerrasen, Heideresten und Besenginster sowie eingestreuten Gehölzen, wie die DBU auf ihrer Internetseite beschreibt. Im Süden befindet sich eine Sandgrube. Diese Strukturvielfalt biete Lebensraum für viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten. So wurden in dem Gebiet knapp 450 Schmetterlingsarten nachgewiesen. Aber auch die Zauneidechse sowie einige seltene Heuschreckenarten sind im Gebiet vertreten.

Etwa die Hälfte der Fläche ist bewaldet, dabei sind die umgebenden Baumbestände von der Wald-Kiefer dominiert. Langfristig findet eine Entwicklung zu standortheimischen naturnahen Laubmischwäldern statt.

Im Bestand der BImA sei außerdem noch die sogenannte Hammersteinsiedlung. „Dabei handelt es sich um vermietete Wohnhäuser in der Mölder- und Stollbrockringstraße, die perspektivisch für einen Verkauf vorgesehen sind“, erklärt Grützner. Eines der Wohnhäuser habe die BImA derzeit dem Landkreis Gifhorn zur Unterbringung von Asylbegehrenden überlassen.

Von Dennis Klüting

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