Prioritätenänderung in Schönewörde / Vier große Projekte für Wahrenholz

Nächste Runde für Dorferneuerung

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Planer Volker Warnecke hatte einige Neuerungen im Gepäck.

Wahrenholz. Mit einer Zusammenfassung der Projekte zur Dorferneuerung, die das Antragsverfahren auf Förderung bereits erfolgreich durchlaufen haben, begann Volker Warnecke vom beauftragten Planungsbüro die Arbeitskreissitzung im Bürgerhaus Wahrenholz.

45 Teilnehmer konnten zufrieden feststellen, dass es goldrichtig gewesen war, die allergrößten Vorhaben sofort und an erster Stelle anzuschieben. Inzwischen wurden nämlich die Förderrichtlinien erneut geändert. Unter anderem ist der Höchstbetrag der Förderung von 750 000 Euro auf 500 000 Euro gesenkt worden. Für den Bau des ersten Abschnitts der Seniorenwohnanlage hinter der Schmiede, für den noch 729 000 Euro Fördermittel zugesagt sind, hätte die neue Regelung eine Finanzierungslücke von 229 000 Euro bedeutet.

Auch die Straßenraumerneuerungen Am Denkmal in Schönewörde sowie im Lehmkuhlen und am Uhlenberg in Betzhorn werden zu 73 Prozent gefördert.

Jetzt geht es zügig in die nächste Runde, denn auch der Stichtag zur Antragstellung wurde geändert. Zum 15. September müssen die vollständigen Unterlagen zur Prüfung vorliegen.

In Weißen Berge werden die Planungen zur Umgestaltung des Spielplatzes präzisiert. Mit einem Investitionsvolumen von etwa 100 000 Euro wird aus dem Bolzplatz eine Anlage mit vielen Spielmöglichkeiten aus der Wunschliste der befragten Kinder. 

Die Bezuschussung privater Anträge für die Errichtung von Arztpraxen ist seit der letzten Richtlinienänderung nicht mehr zulässig. Der Vorschlag der Gemeinde, selbst als Antragsteller aufzutreten und mit dem Bau sowie der Vermietung einer Arztpraxis langfristig die medizinische Versorgung zu sichern, wurde in der Arbeitskreissitzung positiv aufgenommen. Über den möglichen Standort und die Ausgestaltung gab es jedoch noch keine Aussagen.

• In der Prioritätenliste für die Gemeinde Schönewörde wurde eine Verschiebung nötig. Die Haushaltslage der Gemeinde lasse derzeit die Vorhaben Erwerb und Erneuerung der Alten Schule und Umnutzung und Erneuerung der Neuen Schule nicht zu, so Bürgermeister Gerald Flohr. Auch die Weiterentwicklung des innerörtlichen Radwegs an der L 286 wird noch nicht angeschoben. Stattdessen werden Maßnahmen aus den Kategorien II und III vorgezogen. Die Gestaltung des Dorfplatzes und die Erneuerung der Straßenräume Am Kamp und Im Winkel rücken auf der Prioritätenliste nach oben. Ganz oben auf der Liste steht die Erneuerung des Bahnhofswegs. Hierfür ist die Koordination mit den Anlagen der Bahn erforderlich.

• Für Wahrenholz stehen vier große Projekte für den nächsten Bewilligungszeitraum auf dem Programm. In Weißen Berge werden die Planungen zur Umgestaltung des Spielplatzes präzisiert. Mit einem Investitionsvolumen von etwa 100 000 Euro wird aus dem Bolzplatz eine Anlage mit vielen Spielmöglichkeiten aus der Wunschliste der befragten Kinder: Seilbahn, Drehscheibe, Trampolin, Fußball-, Basketball- und Streethockeyfeld. Mit einer ansprechenden Gliederung durch Bepflanzung, mit Sitzbänken, Fahrradanlehnern, Weidentunnel und einem neuen Gartenhaus für die Jugend gewinnt der Spielplatz zusätzlichen Freizeitwert.

Auch für das Dorfgemeinschaftshaus in Betzhorn zeigte Warnecke einen umfassenden Entwurf. Mit einem Anbau an den fensterlosen Flügel der Alten Schule könne ein etwa 60 Quadratmeter großer Raum für Vereine und Dorfgemeinschaft geschaffen werden. Mit eigenen Sanitärräumen und eigener Zufahrt von der Heiligen-Hain-Straße werde die gemeinsame Nutzung durch Feuerwehr und Dorfgemeinschaft vollständig getrennt. Mit einem Durchbruch vom Anbau stünde der bisher genutzte Versammlungsraum der Dorfgemeinschaft weiterhin zur Verfügung. Parkraum und Gestaltung des Bolzplatzes fließen ebenfalls in den Förderantrag ein.

Für das Projekt „Neue Dorfmitte“ ist der Abriss der Gebäude links und rechts der Alten Schmiede bereits beantragt. Jetzt stehen die Vorplatzgestaltung, die sichere verkehrliche Anbindung für Fußgänger und die Verlegung der Bushaltestelle auf dem Programm. Mit einer Querungshilfe und einer Verschwenkung der Fahrbahn soll die Verbindung von Seniorenwohnanlage zu Tagespflegeeinrichtung und Einkaufsmöglichkeiten auf der anderen Seite der Hauptstraße erleichtert werden. Die Alte Schmiede soll als freigestelltes, markantes Bauwerk den optischen Blickpunkt der neuen Dorfmitte bieten. Die etwa 200 Quadratmeter große Schmiede soll dann als Gemeinschaftsraum für Veranstaltungen, Sitzungen und Aufführungen der Dorfgemeinschaft zur Verfügung stehen. Über die Nutzungsmöglichkeiten für weitere Bauten der „Neuen Dorfmitte“ wurde angeregt diskutiert: Kiosk, Jugendtreff, Gemeindebüro, Post, Papierwaren und mehr wurden vorgeschlagen.

Für das weitere Vorgehen legte Warnecke einen Zeitplan vor: Nach Einarbeitung weiterer Vorschläge und Auswahl von Architektur- bzw. Ingenieurbüros sollten die Entwürfe und Kostenschätzungen bis August erarbeitet sein. Nach Vorstellung und Abstimmung im Rat können die Anträge dann fristgerecht zum 15. September eingereicht werden.

Von Marion Schuckart

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