Unbekannte laden rund einen Kubikmeter Unrat illegal ab

Müllberg im Wald bei Mahrenholz

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Einen Müllberg in der Gemarkung Mahrenholz fand ein Steinhorster bei einem Spaziergang vor. Er meldete den Umweltfrevel der Polizei.

Mahrenholz – Fast einen Kubikmeter Müll haben Unbekannte in einem Waldstück in der Gemarkung Mahrenholz illegal abgeladen. Einem Steinhorster ist der Umweltfrevel bei einem Spaziergang aufgefallen, er alarmierte direkt die Polizei. Diese hat die Ermittlungen aufgenommen.

„Genau richtig gehandelt“, urteilt Gifhorns Polizeisprecher Thomas Reuter.

„Leider gehört wilder Müll zu unseren täglichen Aufgaben.“ Glücklicherweise beschränke es sich aber zumeist auf kleinere Mengen und ungefährliche Substanzen. „Man fragt sich eigentlich, warum die Leute sowas überhaupt tun“, wundert sich Reuter. „Beispielsweise wird oft Elektroschrott in der Feldmark gefunden. Den kann man aber auch kostenlos beim Händler entsorgen!“

„Kleinmengen werden bevorzugt im Bereich von Park- und Rastmöglichkeiten entsorgt, da hier oftmals Fahrzeuge stehen und diese nicht sofort verdächtig sind“, erklärt Kreisrat Mirco Schmidt. „Eine Kofferraummenge mit mehreren Müllsäcken ist daher leider schnell in die Landschaft geworfen.“ Größere Mengen würden stattdessen eher an abgelegeneren Stellen abgeladen.

Besonders häufig werde auch Bauschutt oder bei Baumaßnahmen angefallener Unrat illegal entsorgt. „Viele scheinen solche Arbeiten auch zum Anlass zu nehmen, auszumisten – und dann wandert alles zusammen leider viel zu oft in die Botanik“, ärgert sich Reuter. „Wilder Müll macht oft viel Arbeit. Und es ist nicht einfach, die Verantwortlichen zu ermitteln.“

Daher sei es besonders wichtig, dass entsprechende Hinweise möglichst schnell an die Polizei oder den Landkreis weitergegeben werden. „Wenn Spaziergängern also irgendwo Müll im Wald oder im Feld auffällt – direkt melden!“, appelliert Reuter. „Je früher wir die Hinweise erhalten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir beispielsweise anhand von Etiketten Hinweise auf die Verantwortlichen erhalten.“

Im Auftrag und auf Kosten des Landkreises nimmt ein Dienstleister die Entsorgung des Mülls vor Ort mit einem Lkw vor. „Dabei werden immer mehrere Stellen, an denen wilder Müll abgelagert wurde, angefahren“, erklärt Schmidt. Deshalb könne es je nach abgelagerten Mengen oder der Art des abgelagerten Abfalls auch manchmal einige Wochen dauern. „Die Entsorgung ist kostenintensiv und wird aus den Abfallgebühren, die jeder Haushalt über seine Restmüllgebühr entrichtet, finanziert“, so der Kreisrat. Je nach Art und Menge der Abfälle drohen den Verursachern empfindliche Bußgelder oder auch eine Anklage.

VON DENNIS KLÜTING

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