Verein blickt auf zwei Jahrzehnte engagierten Einsatz in Wahrenholz zurück

Mühlenfreunde feiern 20. Geburtstag

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Der Vorstand, die Sponsoren, Bürgermeister und Gäste freuten sich über das 20-jährige Bestehen der Mühlenfreunde Wahrenholz.

oll Wahrenholz. Am 29. November 1997 wurde der Verein „Mühlenfreunde Wahrenholz“ in der alt-ehrwürdigen Wassermühle an der Ise in Wahrenholz gegründet. Anlass genug, um das 20-jährige Wirken des Vereins im Rahmen einer kleinen Feierstunde zu würdigen.

Am Mittwochvormittag hatten sich dazu zahlreiche Mitglieder und Gäste in der Mühle eingefunden und wurden vom Vorsitzenden Wilhelm Warneboldt mit einigen historischen Bildern begrüßt.

Geschäftsführer Werner Potratz ließ die vergangenen zwei Jahrzehnte Revue passieren und erwähnte dabei unter anderem die Entwicklung der Mitgliederzahlen, die erfolgreichen Mühlenfeste und die bisher vorgenommenen Investitionen. Aber auch über die Entwicklung ab 2015 mit der Insolvenz des Eigentümers der Mühle, der Versteigerung und dem Kauf der Mühle durch die Gemeinde, ging Potratz ein und dankte noch einmal der ehemaligen Bürgermeisterin Friedhilde Evers für diese großartige Tat. Die Mühlenfreunde haben heute einen Nutzungs- und Überlassungsvertrag mit der Gemeinde geschlossen, der ihnen die Möglichkeit der Betreuung und Bewirtschaftung ermöglicht, betonte der Geschäftsführer.

Bezüglich der Erneuerung des Wasserrades referierte Dipl.-Ing. Richard Brüdern aus Braunschweig und stellte dabei die Bedeutung der Wassermühle in den Vordergrund seines Vortrages. „Ich bin tief beeindruckt von dem guten Zustand der Mühle“, sagte Brüdern und betonte, dass das Wasserrad unbedingt erneuert werden müsse, wenn man den Charakter der Mühle erhalten möchte. Im Besonderen ging der Diplomingenieur auf den Wandel von der Lohnmüllerei zur Handelsmüllerei ein und beschrieb die Energieumformungen durch Umlenkung (1825) die Energieumformung durch Schwerkraft (1850) bis hin zur Energieumformung durch Umlenkung und Schwerkraft bei den Wasserrädern (1862) mit einem Niedergefällerad nach „Zuppinger“. Brüdern empfahl daher den Mühlenfreunden, ein solches Niedergefälle-Wasserrad bauen zu lassen. Kräftiger Beifall war dem Wasserwirtschaftler am Ende seines Vortrages sicher.

„Seit 2015 hatten wir schwere Zeiten im Zusammenhang mit der Mühle und heute wissen wir, dass die Mühle in guten Händen ist“, sagte Bürgermeister Herbert Pieper. Er dankte vor allem seiner Vorgängerin Friedhilde Evers, die damals den Gemeinderat von dem Kauf überzeugen konnte. Pieper dankte aber auch den Mühlenfreunden für ihr großartiges Engagement zum Wohle dieses historisch-touristisch bedeutenden Bauwerks in Wahrenholz: „Die Wassermühle ist ein Leuchtturm in der Gemeinde, der auch den Schülern immer wieder klar macht, wie das Korn zu Brot wird.“

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