Neues Verfahren mit Ring aus Ästen

Verjüngungskur für das Wagenhoffer Storchennest

Per Hublader wurde der Ring aus Ästen zum Wagenhoffer Storchennest auf dem Trafohäuschen hochgezogen
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Das Wagenhoffer Storchennest wurde mit einem Ring aus Ästen wieder auf Vordermann gebracht
  • Dennis Klüting
    VonDennis Klüting
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Wagenhoff – Verjüngungskur für das Wagenhoffer Storchennest: Gestern wurde das Nest fachmännisch saniert. „Dabei kommt eine ganz neue Methode zum Einsatz“, erklärt Gerard Papenburg von der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Barnbruch.

Denn mit einem Hubsteiger der LSW wurde ein Ring aus Ästen zum Storchennest auf dem Dach des Trafohäuschens befördert. „Danach füllen wir noch mit einzelnen Ästen nach“, so Papenburg. Die Arbeiten seien nötig geworden, weil das Wagenhoffer Storchennest nicht so stark frequentiert und durch Störche aufgefüllt werde. „Darunter leidet das Material“, sagte Papenburg. Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Barnbruch ist eine Gruppe von Vogelfreunden im Rentenalter, die bedrohte Vogelarten beim Nestbau unterstützt und eben auch Storchennester baut.

„Das ist jetzt genau die Zeit, in der wir uns die Storchennester genauer angucken und gegebenenfalls auch mal erneuern müssen“, erklärte Weißstorchbetreuer Hans Jürgen Behrmann. Für ihn hat das Wagenhoffer Nest eine besondere Bedeutung: „Als ich 2007 als Weißstorchbetreuer angefangen habe, war dies das erste Nest, an dem ich mitgewirkt habe.“ Eigentlich habe er den Standort auf dem Trafohäuschen für ausgesprochen geeignet gehalten: „Es kann von allen Seiten gut angeflogen werden, dazu gibt es eigentlich auch ausreichend Wiesen in der Umgebung, sodass die Störche auch Nahrung finden können.“ Dennoch werde das Wagenhoffer Storchennest nicht stark frequentiert, gerade in den vergangenen Jahren blieb es leer. „Ich hoffe, dass sich nun öfter Störche auch wieder hier niederlassen“, sagte Behrmann.

Seit der Einrichtung des Storchennests in 2007 haben sich sieben Storchenpaare dort einquartiert, teilweise allerdings nur temporär. Bislang sind lediglich vier Junge aus dem Nest flügge geworden: zwei direkt in 2008, zwei in 2014. Seit 2017 ist das Nest allerdings vakant, wie Behrmann bedauert.

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