Windrad dreht sich zwischen Wahrenholz und Westerholz / Leistung: 2,05 MW

125 Meter hohe Anlage für sauberen Strom

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Eine Anlage ist schon komplett aufgebaut. Restarbeiten müssen noch ausgeführt werden.

Wahrenholz. Zwischen Wahrenholz und Westerholz dreht sich bald etwas: die Flügel zweier Windräder. Eine Anlage samt Rotorblättern steht bereits.

„Noch ist sie aber nicht in Betrieb, weil noch einige Arbeiten ausgeführt werden müssen“, bestätigen Mitarbeiter einer Firma dem IK gegenüber, die vor Ort mit dem Aufbau beschäftigt sind.

Bauherr der 125 Meter hohen Anlage ist die Firma Orbis Energie- und Umwelttechnik aus Rotenburg an der Wümme. Eines ihrer Geschäftsbereiche ist die Windenergie. Das Unternehmen hat schon einige Windparks, beginnend mit den Nutzungsverträgen bis hin zur Baufertigstellung und Inbetriebnahme entwickelt, aufgestellt und anschließend in Betriebsführung übernommen. „Wir sind deutschlandweit tätig“, sagt Projektentwicklerin Antje Schnautz auf Anfrage des IK.

Und sie ist zufrieden mit der Windkraftanlage, die demnächst ihren Strom ins Netz einspeisen soll. „Es hat alles gut geklappt. Auch mit den Grundstückseigentümern vor Ort haben wir gut kooperiert. Es gab keine Komplikationen“, lobt Schnautz.

Projektleiter Ole Augustin vom Planungsbüro aus Hamburg hat ebenfalls nichts zu beanstanden, obwohl einige Herausforderungen zu meistern waren. „Es mussten eine Zuwegung und ein Fundament gebaut werden. Probleme gab es allerdings mit dem Netzanschluss, weil der ungefähr acht Kilometer weit entfernt liegt.“ Doch im Großen und Ganzen sei der Aufbau problemlos über die Bühne gegangen.

„92 Meter umfasst der Rotordurchmesser des Windrades. Die Anlage verfügt über eine Leistung von 2,05 Megawatt“, verrät Augustin die technischen Details. Doch damit nicht genug, denn eine zweite Anlage ähnliche Typs will die Firma noch aufbauen. „Die Rotorblätter dafür werden morgen Abend geliefert. Am Donnerstagabend soll dann auch das zweite Windrad komplett stehen“, hofft der Projektleiter. Er ist ganz zuversichtlich.

So zeigt sich auch die Wahrenholzer Bürgermeisterin Friedhilde Evers. „Die Baugenehmigungen für die zwei Anlagen lagen ja schon länger vor. Außerdem sind alle Kriterien wie Abstandsvorgaben berücksichtigt worden.“ Bei aller Freude über die Bemühungen für erneuerbare Energien hat Evers aber auch die Bürger im Blick. „Man muss etwas tun, jedoch mit Augenmaß. Vor allem muss man die Bevölkerung bei solchen Vorhaben mit einbeziehen.“

Bevor das erste Windrad sich nun drehen kann, muss es noch an die Trafostation angeschlossen werden. „Außerdem müssen noch einige Innenarbeiten vorgenommen werden“, sagt Augustin. Die größte Sorge bereitet ihm das Wetter. Wenn es zu windig sei, könnten seine Arbeiter nichts machen. Danach dürfe der Wind wehen.

Von Volker Althoff

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