Betreiber will Zentrale Entsorgungsanlage erweitern, Gemeinde zeigt sich skeptisch

Mehr Asbest nach Wesendorf?

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Die Zentrale Entsorgungsanlage in Wesendorf soll erweitert und die Umschlagszahlen für Asbest-Abfälle dabei erhöht werden. Momentan läuft das öffentliche Genehmigungsverfahren.

Wesendorf. Die Mülldeponie in Wesendorf soll erweitert werden. Im Zuge dieser Maßnahme soll auch die Umschlagmenge gefährlicher Abfälle erhöht werden. Speziell: Asbest.

„Im Landkreis Gifhorn handelt es sich bei Asbest um andienungspflichtigen gefährlichen Abfall und das Aufkommen hat sich in den letzten Jahren erhöht“, teilte Michael Schneider, Pressesprecher der Betreiberfirma Remondis, auf IK-Anfrage mit. „Grund dafür ist im Wesentlichen der konjunkturell bedingte Bauboom, im Zuge dessen sowohl Selbstanlieferer als auch Baustellen mehr Material anliefern.“ Durch diese Entwicklung sei eine Anpassung der Umschlagsmengen notwendig geworden. „Es werden dort ausschließlich Asbestabfälle aus dem Landkreis in Wesendorf angenommen und umgeschlagen“, so Schneider. Das Asbest müsse dabei in verschlossenen „Big Bags“ angeliefert werden. Diese würden dann in große Mulden umgeladen und auf eine speziell dafür ausgelegte Deponie außerhalb des Landkreises transportiert. Dies alles werde von geschultem Fachpersonal vorgenommen und laufend von landkreiseigenem Personal mit überwacht.

Wesendorfs Bürgermeister Holger Schulz zeigte sich bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats dem Vorhaben gegenüber skeptisch. „Die Gemeinde soll bis zum 30. April eine Stellungnahme abgeben, für den Gesamtantrag bis zum 30. Mai“, sagte Schulz. „Das ist einfach zu kurzfristig.“ Er wolle die politischen Gremien beteiligen. „Wir sollten da sehr kritisch sein, ob das nicht eine zusätzliche Belastung für unsere Anwohner am Badesee und am Demoorweg bedeuten könnte.“

Bereits im November hatte Remondis in einer Anliegerversammlung zu dem Vorhaben informiert.

Von Dennis Klüting

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