Schulausschuss befürwortet Maßnahmen in 2014 / Landkreis widerruft Bezuschussung / Kosten: 386 000 Euro

Medienkonzept für Oberschule auf dem Weg

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Die Oberschule Wesendorf soll medientechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden.

Wesendorf. Unabhängig von der zu erwartenden Entscheidung am 2. Juli, ob Wesendorf nun IGS-Standort wird, setzten die Mitglieder des Schulausschusses der Samtgemeinde am Mittwochabend ein Signal.

Thema war die mehrjährige Umsetzung eines Medienkonzeptes der Oberschule Wesendorf (OBS). Für 2014 sollen 28 Computer, W-Lan im gesamten Schulgebäude, der Austausch des alten Servers durch einen so genanten „I-Serv“ und zwei Whiteboards angegangen werden. Kosten dafür: 79 000 Euro. Im vergangenen August wurde beim Landkreis Gifhorn ein Antrag auf Zuweisung für die erste Etappe gestellt. Ein Bescheid des Landkreises erklärte die beantragten Maßnahmen als zuwendungsfähig.

„Wir hatten also eine Zusage“, sagte Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn. Die Zuweisung durch den Landkreis hätte rund 55 000 Euro betragen, so dass die Samtgemeinde einen Eigenanteil an den Kosten von rund 24 000 Euro hätte schultern müssen. Dann kam die Enttäuschung im März: Der Landkreis erließ aufgrund eines Kreistagbeschlusses einen Änderungsbescheid. Heißt: Keine Bezuschussung für die Whiteboards und die Verkabelung von EDV-Räumen. Die Folgen daraus: Der Landkreis übernimmt rund 18 000 anstelle der zunächst zugesagten 55 000 Euro in 2014. Ein unverständliches Kopfschütteln im Schulausschuss.

„Auch für die kommenden Jahre ändert sich einiges, aber das können wir künftig berücksichtigen. Heute wollen wir die Weichen für 2014 stellen“, meinte Penshorn. Seine Argumentation: Egal, ob Wesendorf IGS-Standort werde oder nicht, die Schule sollte in jedem Fall gut ausgerüstet sein. „Sollten wir IGS werden, wollen wir hiermit nun auch ausdrücken, dass uns Schule am Herzen liegt. Dazu gehört die neue Ausstattung. Das ist unser Beitrag“, sagte Penshorn.

Ausschussmitglied Rolf Mahlzahn (SPD) stimmte ihm zu: „Es gibt keine Alternative, sonst müssten wir das Konzept in Frage stellen. In den sauren Apfel müssen wir beißen.“ Sein Partei-Genosse Andreas Hoffmann war ebenfalls der Meinung, dass der nun deutlich erhöhte Eigenanteil von rund 61 000 Euro in 2014 geleistet werden solle: „Wir vergeben uns nicht viel. Die Etappen nach 2014 können wir später entscheiden“.

„Eindeutig zu befürworten“, meinte Ewald Heers (CDU). Und so wurde die Umsetzung des Medienkonzeptes – mit der geringeren Bezuschussung des Landkreises – einstimmig befürwortet.

Ausschussvorsitzender Herbert Pieper (CDU) gab noch einen anderen Punkt zu bedenken. Er meinte, dass eine solche Aktion, in der der Landkreis kurzfristig seine Zusagen widerrufe, kein Garant für eine gute Beziehung sei.

Die Samtgemeinde Wesendorf habe eigens die Schulträgerschaft übernommen. „Dies hat nun extreme Auswirkungen auf die Samtgemeinde“, sagte Pieper. Solch ein Verhalten stoße auf Unverständnis. Das Medienkonzept verschlinge Gesamtkosten von 386 000 Euro. Mit der erstmals zugesagten Bezuschussung hätte der Landkreis 268 000 Euro übernommen, wodurch ein Eigenanteil für die Samtgemeinde von 115 800 Euro übrig geblieben wäre. Durch den Widerruf beteiligt sich der Landkreis nun mit 73 700 Euro am Medienkonzept. Auf der Samtgemeinde lasten voraussichtlich 312 300 Euro.

Abzuwarten bleibe aber auch die IGS-Standort-Frage. Sollte die Entscheidung auf Wesendorf fallen, müssen auch entsprechende Gespräche mit dem Landkreis geführt werden – da waren sich die Ausschussmitglieder ebenfalls einig.

Von Maike Scholz

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