Mann der ersten Stunde geht

Der Leiter des Haupt- und Personalamtes im Wesendorfer Rathaus Wilhelm Weber – hier beim diesjährigen Neujahrsempfang der Samtgemeinde – geht zum Monatswechsel aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Archivoto: Pohlmann

Wesendorf - Von André Pohlmann. Ein überraschender personeller Wechsel zeichnet sich an einer führenden Position im Wesendorfer Rathaus ab: Wilhelm Weber geht schon zum 31. Oktober aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Der 61-Jährige ist buchstäblich ein Mann der ersten Stunde in der Samtgemeinde-Verwaltung. Bereits seit Gründung der Gebietskörperschaft 1974 fungiert er als Leiter des Haupt- und Personalamtes – eine Position, die er bis heute inne hat.

Nur wenige Tage davor wird der Samtgemeinderat auf seiner Sitzung am 28. Oktober (18.30 Uhr, Rathaus) über den vorliegenden Antrag formell entscheiden. Über die künftige Besetzung der Position sei noch nicht entschieden, erklärt Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn auf Anfrage des IK. „Wir suchen eine interne Lösung“, so Penshorn. Die Neubesetzung peile man bis zum Jahreswechsel an.

Zu Webers Aufgabenfeld gehören die Personalangelegenheiten nicht nur im Rathaus sondern auch in den Schulen, die in der Trägerschaft der Samtgemeinde Wesendorf stehen. Auch für die ordnungsgemäße Durchführung von Wahlen ist er verantwortlich. Mehr als 35 hat in seinen 36 Dienstjahren abgewickelt, sagt Weber im Gespräch mit dem IK. Die im Herbst nächsten Jahres anstehende Kommunalwahl wird man in Wesendorf ohne ihn bewältigen müssen.

„Große Erfahrung geht von Bord“, kommentiert Rathaus-Chef Penshorn das Ausscheiden seines langjährigen Weggefährten. Beide waren bei Gründung der Samtgemeinde von der Landkreisverwaltung am 1. April 1974 nach Wesendorf gewechselt. Beim Landkreis hatte Weber zuvor seine Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst absolviert.

Die Besondere Anerkennung seines Chefs erwarb sich Weber im Management der EDV-Ausstattung der Wesendorfer Verwaltung. Dieser Arbeitsbereich erfordere besonderes Augenmaß und langfristige, perspektivische Planung. „Das muss ein Steckenpferd sein“, und das sei es bei Weber, sagt Penshorn.

Verantwortlicher Redaktionsleiter war Weber beim Sprachrohr von der ersten Ausgabe im Oktober 1974 an. Auch die demnächst erscheinende 434. Ausgabe zum November 2010 steht noch in seiner Verantwortung. Über das Aufhören und seinen Abschied aus dem Arbeitsleben nachzudenken, dafür hat Weber noch gar keine Zeit. Er stecke noch voll im Berufsalltag. „Nach 36 Jahren im Dienst kann man sich nicht von einer Minute auf die andere verabschieden“, sagt er. Ein oder zwei Tage werde er wohl auch nach Ende seines offiziellen Dienstes ins Rathaus kommen, um seinen Arbeitsplatz geordnet zu übergeben.

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