Teichgut: Hitze kann für Forellen tödlich sein / Noch reicht das Wasser in den Teichen aus

Manche Fische brauchen’s kühl

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Werner Nabein (vorne), Fischzüchter aus Teichgut, weiß um die Gefahren, die Trockenheit und Hitze für Fische haben kann. Noch ist genug Wasser vom letzten Jahr gespeichert, aber ohne Regen fängt das Wasser an, in den Teichen abzufallen.

Teichgut. Die Hitze macht den Menschen ganz schön zu schaffen. Da hofft man vielleicht, ein Fisch in einem großen Teich zu sein, um sich abzukühlen. Aber auch das Wasser im Teich verdunstet bei der Hitze irgendwann.

Werner Nabein, Fischzüchter und Inhaber der Teichgutschänke, kennt die Probleme und Gefahren, wenn der Regen nicht einsetzen und die Trockenheit überhandnehmen will. Schließlich tummeln sich auf seinen 55 Hektar großen Grundstück mit 23 Teichen Karpfen, Schleien, Forellen, Hechte und Zander. „Derzeit haben wir noch genug Wasser vom letzten Jahr“, erzählt er. Die Teiche seien alle voll. Das Wasser stamme aus dem Grundwasser und dem Schwarzwasser, welches bei Dedelstorf entspringt. Sollte es aber in vier Wochen nicht ordentlich regnen, fange das Wasser in den Teichen an, abzufallen. Sollte es irgendwann dann auch zu Wassermangel in den Teichen kommen, werde eine Notfischung vorgenommen. Das heißt, Fische aus einem Teich werden zu einem anderen Teich hinzugegeben. „Dadurch wachsen die Fische nicht so intensiv wie sonst, weil die Fischdichte dann sehr hoch ist“, erklärt Nabein. Außerdem werden die Fische, wenn es zu warm ist, auch für ein bis zwei Wochen mal nicht gefüttert. Das entlastet den Stoffwechsel, weil das Verdauen bei Hitze zusätzlich anstrengend sei. Das sei beim Menschen ganz ähnlich. „Wenn wir im heißen Sommer zu viel Essen, sind wir auch träger und Atmen schwerer“, so der Fischexperte.

Die Fische haben im Wasser keine Probleme mit der Hitze. Karpfen, Hechte, Schleien und Zander können in bis 35 Grad Wassertemperatur gut überleben. „Das werden wir aber nie erreichen“, weiß Nabein. Anders sieht es allerdings bei Forellen aus. Diese leben in Teichgut separat von den anderen Fischen getrennt, denn diese brauchen es kühler. In den Forellenteich wird kaltes Brunnenwasser zugeleitet, welches dafür sorgt, dass die Temperatur des Wassers nicht über 25 Grad steigt. „Das ist sonst nämlich tödlich“, so der Fischzüchter.

Von Ann-Cathrin Brey

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