Essen aus dem Konvektomaten

Mahlzeiten in der Mensa der Wesendorfer Oberschule werden dampfgegart

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Für die Essensausgabe an der Mensa der Oberschule brauchen die Schüler kein Bargeld mehr mit sich führen.

Wesendorf – Pausenklingeln in der Oberschule Wesendorf. Klassentüren öffnen sich, Schüler strömen in die Gänge. Einige stellen sich an der Essensausgabe der Mensa an.

Anders als früher brauchen sie nun aber kein Bargeld mehr dabei zu haben, das Essen wird direkt über eine Chipkarte gebucht und über eine monatliche Abrechnung bezahlt. Denn seit Schuljahresbeginn hat die Mensa einen neuen Betreiber – und damit hat sich nicht nur das Bestellverfahren geändert.

Mit einem Dampfgarer wird das Essen zubereitet.

Denn das Essen wird über einen Konvektomaten, einen Dampfgarer, zubereitet. „Das Gemüse wird vorher schockgefroren, ist also auch nach der Zubereitung noch knackig und schmeckt frisch“, sagte Ingeborg Hantsch-Krause, Bezirksleiterin der Betreiberfirma Apetito. „Die Kinder sind begeistert.“ So gab es am Mittwoch Lasagne – ein großer Renner, alle Teller waren leer gegessen. Donnerstag standen Würstchen, Kartoffelbrei und Blumenkohl auf dem Speiseplan, als Alternative eine vegetarische Gemüsepfanne. „Die Kinder können sich von den Beilagen so viel nehmen, wie sie möchten“, erklärte Hantsch-Krause, die dabei Obst als Nachtisch verteilte. „Wir verzichten komplett auf Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker.“ Zudem wird der Speiseplan mit den Schülern und Lehrern ausgewertet und modifiziert.

„Die Eltern können sich von Tag zu Tag entscheiden, ob und was ihr Kind in der Mensa essen soll“, erklärte Hantsch-Krause. Das können sie übers Smartphone machen, über das Internet oder telefonisch.“ Wenn ein Kind krank werden sollte, könne es noch bis 10 Uhr vom Essen abgemeldet werden.

„Für die Eltern hat es natürlich Vorteile, wenn sie ihrem Kind kein Bargeld mitgeben müssen“, sagte Schulleiterin Katja Wölfer. „So wissen sie, dass es mittags eine ausgewogene Mahlzeit bekommt und nicht das Geld für einen Döner oder schon morgens für eine Tüte Chips im Supermarkt ausgibt.“ Das Anmeldeverfahren wurde nun an den Elternabenden noch einmal vorgestellt. „Neu ist auch, dass das Essen für Bezieher von Bildungs- und Teilhabe-Mitteln komplett kostenlos ist“, fügte Hantsch-Krause hinzu.

Perspektivisch könnte die Mensa auch noch von anderen Einrichtungen genutzt werden. So sei es durchaus möglich, dass künftig auch die Grundschüler dort essen könnten. „Da sie früher essen als unsere Schüler, gäbe es da keinerlei Reibungspunkte“, erklärte Wölfer zuversichtlich. Ferner sei es auch denkbar, dass die DRK-Kita Schulstraße ebenfalls mittags zum Essen in die Mensa käme. Ein direkter Durchgang vom Außenbereich der Kita zum Essensbereich in der Oberschule ist schon vorhanden, momentan aber noch verschlossen.

Die für den neuen Mensabetrieb nötigen Umbauten hielten sich in Grenzen, wie Ingold Blume, Bauamtsleiter der Samtgemeinde Wesendorf erläuterte. „Wir mussten eine Tür umbauen, dazu ein paar Leitungen und Anschlüsse verlegen.“ Denn die nötigen Gerätschaften wie den Dampfgarer hat die Samtgemeinde direkt beim Betreiber gemietet, wie der Erste Samtgemeinderat Marc Bludau ergänzte. Von dem Geschmack und der Qualität des Essens konnten sie sich ebenso überzeugen wie in der vorigen Woche schon die Fünftklässler. Das Fazit: leere Teller und zufriedene Gesichter.

VON DENNIS KLÜTING

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