Das liebe Geld bleibt der Zankapfel

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Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn bei seiner Rede.

oll Wesendorf. Zum traditionellen Neujahrsempfang hatte am Sonnabend die Samtgemeinde Wesendorf ins Rathaus geladen, und mehr als 120 Gäste aus Politik, Kirche, Wirtschaft und öffentlichem Leben waren gekommen. Darunter auch die Bundestagsabgeordnete Ewa Klamt (CDU), die Landtagsabgeordneten Ingrid Klopp (CDU) und Klaus Schneck (SPD) sowie Landrätin Marion Lau.

Den Auftakt machten erneut die Sternsinger der katholischen St. Marien-Gemeinde Wesendorf-Wittingen, die mit ihrer Aktion „Kinder zeigen Stärke“ auf Menschen mit Behinderungen in Kambodscha aufmerksam machten und dafür um Spenden baten. Die Wahrenholzer Ise-Boys sorgten für aufgelockerte Stimmung, bevor Samtgemeinde-Bürgermeister Walter Penshorn das Wort ergriff. Er stellte seine Rede unter das afrikanische Sprichwort: „Wenn du schnell gehen willst, geh allein, wenn du weit gehen willst, geh zusammen mit anderen.“

Gemeinsam, das sei das Stichwort für die Kommunalpolitik, so Penshorn. Immer mehr Aufgaben stellten die Kommunen vor immer höhere Herausforderungen, wie Kindergärten und Krippen, Schulen und Straßenbau oder das Feuerschutzwesen. Hier bedürfe es der Entwicklung nachhaltiger Konzepte, sagte Penshorn.

Der Verwaltungschef kritisierte, dass sich Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen bisher nicht in großem Maße intensiv oder gar kreativ an der Entwicklung der Samtgemeinde oder der Mitgliedsgemeinden beteiligen. Zudem sagte Penshorn, dass die Haushaltslage der Städte und Gemeinden nach wie vor angespannt sei und kritisierte in diesem Zusammenhang auch direkt die Landrätin dafür, dass der Landkreis mit einer inzwischen die 60-Millionen-Euro-Grenze überschreitenden Kreisumlage dazu beiträgt.

Darüber hinaus brachte der Verwaltungschef auch eine Integrierte Gesamtschule (IGS) für den Standort Wesendorf ins Gespräch und sagte, dass er persönlich davon ausgehe, dass statt einer IGS nur noch der Weg für eine Oberschule vorgezeichnet sein könnte. Abschließend dankte der Rathauschef den vielen Ehrenamtlichen in der Samtgemeinde.

Sehr emotional ging die Landrätin in ihrem Grußwort auf Penshorns Ausführungen ein: „Wir sitzen doch alle in einem Boot und müssen gemeinsam über unsere bestehenden Netzwerke dafür sorgen, dass wir als gewählte Vertreter und Bürger für die Bürger handeln, damit uns die Lebensqualität erhalten bleibt. Wir müssen aber auch von parteipolitischem Denken in unseren Köpfen wegkommen und nicht immer wieder Maßnahmen blockieren, nur weil das so sein muss.“

Musikalisch wurde der Neujahrsempfang vom Schützenmusikcorps Groß Oesingen unter Leitung von Klaus-Peter Haas umrahmt.

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