16 Jugendliche und ihre Betreuer aus Wesendorf nehmen am Landesjugendcamp der Feuerwehren teil

Leben „wie in einer Kleinstadt“

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An einem Floßbau-Workshop nahmen die Wesendorfer Jugendfeuerwehrleute teil und hatten großen Spaß daran, mit den selbstgebauten Gefährt übers Wasser zu schippern.

Wesendorf/Wolfshagen. Sonne, campen, schwimmen: Beim 18. Landeszeltlager der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr in Wolfshagen war auch für die Wesendorfer Jugendfeuerwehr eine Woche Spaß angesagt. Und schlangestehen.

Denn schlangestehen musste man dort regelmäßig, wie die Wesendorfer Jugendwartin Alessa Harms im IK-Gespräch berichtete. „Schon bei der Ankunft mussten wir viel warten, bis wir aufs Gelände kamen. Dann nochmal, bis wir unseren Zeltplatz hatten“, so die Wesendorferin. „Als das Zelt stand, war es aber wie in einer Kleinstadt.“

Eine Kleinstadt, die von rund 2500 Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren sowie gut 200 Betreuern bewohnt wurde. „Das ist das erste Mal, dass wir mit einer Gruppe anreisten, die mit jeweils acht genau zur Hälfte aus Jungs und Mädels bestand“, freute sich Harms. Sie selbst nahm zum vierten Mal an dem Camp teil, das alle drei Jahre stattfindet. „Aber unsere Wehr ist schon ewig dabei, ich glaube, seit 1982“, sagte Harms lachend.

In fünf Zeltdörfern lebten die Jugendlichen und ihre Betreuer, dazu ein weiteres für die Helfer. „Die sind teilweise schon eine Woche vorher vor Ort, um alles aufzubauen und vorzubereiten“, sagte die Jugendfeuerwehrwartin anerkennend. „Eine Wahnsinns-Arbeit!“

Die Kleinstadt-Idylle zeigte sich schon vor den Zelten. „Einige hatten da tatsächlich Briefkästen aufgestellt“, schilderte die Jugendwartin. „Einige haben sich darüber Liebesbriefe geschrieben.“

Rund 2500 Kinder und Jugendliche aus ganz Niedersachsen nahmen nun am einwöchigen Landeszeltlager der Jugendfeuerwehr in Wolfshagen teil.

Die ganze Arbeit der Helfer lohnt sich: Denn den Kindern wurde rund um die Uhr Programm geboten. „Ob Wettkämpfe, O-Märsche oder Workshops – da konnte man einfach alles machen, es wurde nie langweilig“, schwärmte Harms. „Aber nichts war fest vorgegeben, man konnte sich den Tag ganz frei gestalten. So haben wir das schöne Wetter genutzt und waren viel im benachbarten Freibad.“ Denn dies sei in die Großveranstaltung integriert und eine große aufblasbare Rutsche bescherte den Kindern viel Spaß. „Wir haben auch bei einem Floßbau-Workshop mitgemacht, das war auch klasse.“

Abends gab es gemeinsames Programm an der Bühne beim Essenszelt. Auf Lagerfeuer musste angesichts der Waldbrandgefahr verzichtet werden. Aber jeden Abend wurde unterschiedliches Programm angeboten: „Spiele ohne Grenzen“, an denen sich auch Landesjugendfeuerwehrwart André Lang beteiligte, oder Karaoke ließen keine Langeweile aufkommen, eine große Party durfte natürlich auch nicht fehlen.

Generell sei das Landeszeltlager eine großartige Veranstaltung, bei der die Kinder und Jugendlichen immer großen Spaß hätten. „Wenn nur das viele Schlangestehen nicht wäre. Das geht schon morgens beim Frühstück los“, sagte Harms. „Aber anders lässt sich das wohl mit 2500 Kids auch nicht organisieren.“ Für ihre Schützlinge sei es jedenfalls immer ein tolles Erlebnis, bei dem sie viel Spaß hätten und schnell auch neue Freundschaften schließen könnten. „Und auch für uns Betreuer ist das eine tolle Gelegenheit, die Jugendlichen mal richtig kennen zu lernen. Denn hier erlebt man sie ja doch ganz anders als bei den zwei Stunden Dienst pro Woche“, freute sich die Jugendfeuerwehrwartin.

Von Dennis Klüting

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