Planungen für Senioren in der Samtgemeinde Wesendorf hinter den Kulissen

Trotz Lockdown: „Lassen sie nicht im Regen stehen“

Auf einen Kegelnahmittag freut sich der Wesendorfer SoVD-Vorsitzende Peter Kraemer schon.
+
Auf einen Kegelnahmittag freut sich der Wesendorfer SoVD-Vorsitzende Peter Kraemer schon.
  • Dennis Klüting
    vonDennis Klüting
    schließen

Die Zeit des Lockdowns stellt für ältere Mitbürger eine große Herausforderung dar. Nicht nur besteht für sie eine erhöhte Infektionsgefahr, sondern zusätzlich fallen auch viele Angebote und Hilfen weg.

Samtgemeinde Wesendorf – So kann der Seniorenbeirat der Samtgemeinde Wesendorf aktuell nicht konkret planen, wie der Vorsitzende Peter Kraemer im IK-Gespräch berichtete.

„Wir stimmen uns aktuell intern ab“, sagte Kraemer, der auch Vorsitzender des SoVD-Ortsvereins Wesendorf ist. „Unser SoVD darf bis Anfang April keine Aktivitäten anbieten“, erklärte Kraemer. Allerdings wolle man sich auch an dem geplanten Fahr-Service für Impftermine (das IK berichtete) beteiligen. „Ich habe dafür schon organisatorische Details klären können“, sagte Kraemer zufrieden. Nun warte er darauf, dass der Impfstart in der Gifhorner Stadthalle terminiert wird.

„Ich freue mich auch schon sehr darauf, wieder kegeln oder Spielenachmittage ausrichten zu können“, sagte Kraemer. Besonders, da der SoVD Spielenachmittage in der künftigen Seniorenresidenz im Hammersteinpark veranstalten darf.

Auch für Monika Schalk, die zusammen mit Claudia Leese den Wagenhoffer Seniorenkreis leitet, ist die aktuelle Situation nicht einfach: „Unsere üblichen Veranstaltungen wie das Frühstück oder das Grillen können aktuell natürlich nicht stattfinden, von Highlights wie dem Ausflug in die Wolfsburger Autostadt mal ganz zu schweigen.“ Andererseits wären solche Aktivitäten aktuell kaum nötig: „Den Senioren würde es aktuell ausreichen, wenn sie bei Kaffee und Kuchen schön zusammensitzen und mal wieder richtig klönen können“, zeigte sich Schalk überzeugt. „Viele haben momentan einen großen Redebedarf, besonders, wenn sie keine Angehörigen haben.“

Im vergangenen Jahr hat der Seniorenkreis Masken genäht, die das Team zu Weihnachten überreicht hat. „Natürlich immer mit den nötigen Abstand“, sagte Schalk. „Die Senioren waren ganz gerührt.“

Auch zu runden Geburtstagen besucht sie die älteren Mitbürger und bringt ihnen ein Geschenk an die Haustür. „Sie können ja auch nichts dafür, dass sie ihren Geburtstag nicht richtig feiern können“, führte Schalk aus. Daher hofft sie, eventuell eine große Feier veranstalten zu können, wenn Treffen in solchen Größenordnungen wieder erlaubt sind. „Bis dahin wollen wir den Senioren zeigen, dass wir an sie denken und sie nicht allein im Regen stehen lassen“, betont die Wagenhofferin.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare