Preisverleihung am 25. Oktober

„Unser Dorf hat Zukunft“: Wahrenholz siegt beim Kreiswettbewerb

Für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat die Gemeinde Wahrenholz eine Präsentation erstellt
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Die Gemeinde Wahrenholz hat eine Präsentation der jüngsten Aktivitäten zusammengestellt.
  • Dennis Klüting
    VonDennis Klüting
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Wahrenholz/Gifhorn – Es waren nur zwei Dörfer im Rennen um den Sieger des Kreiswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“: Wahrenholz und Walle zeigten der Jury (siehe Infokasten) am Dienstag, was diese Dörfer zukunftsfähig und zukunftsfest machen soll. Schließlich ging der Sieg aber ins Isenhagener Land.

Kreisrätin Ute Spieler, die den Vorsitz der Jury innehatte, war entsprechend begeistert von beiden Präsentationen: „Wir haben gespürt und gesehen, mit welchem Teamgeist und Engagement beide Ortschaften die Dinge angehen und vorantreiben. Ob Gemeinschaftsinitiativen wie ‚Walle für alle‘ oder Aktivitäten um ‚Ein Leben lang in Wahrenholz‘, ob bauliche Maßnahmen wie eine neu gestaltete Ortsmitte oder eine klimafreundliche Eisheizung – sehr vieles hat uns vom Zukunftsgeist der Dorfgemeinschaften überzeugt.“

Die Jury hat es sich bei der Auswahl eines Siegers nicht leicht gemacht: Mit einem breiten Kriterienkatalog (siehe Infokasten) ausgestattet, begutachteten die elf Mitglieder die Dörfer jeweils zwei Stunden lang. Vorab hatten beide Ortschaften ihre Bewerbungen eingereicht, die als weitere Grundlage der Bewertung dienten.

Im Anschluss an die gemeinsame Bereisung mit einem Bus der VLG ging es im Rittersaal im Schloss Gifhorn an die Auswertung. Letztlich konnte, wie immer, nur eine Gemeinde Sieger werden – und das ist im Jahr 2021 Wahrenholz. Abgesehen von der nur knapp höheren Punktebewertung, haben dort insbesondere das Engagement für den Klimaschutz und die bauliche Gestaltung des Ortskerns überzeugt. „Wir freuen uns natürlich alle sehr“, betonte Bürgermeister Herbert Pieper im IK-Gespräch. „Auch auf den Landesentscheid.“ Für den werde sich die Gemeinde aber noch etwas anders aufstellen und vorbereiten müssen. „Das ist eine große Verantwortung und auch eine etwas andere Liga“, so Pieper. „Das können wir nicht mal locker aus dem Ärmel schütteln, nein, da werden wir das ganze Dorf miteinbinden müssen. Ich sehe viel Potenzial, das mit Leben zu füllen, ich bin aber auch zuversichtlich, dass wir das schaffen.“

Die offizielle Preisverleihung findet am 25. Oktober in Wahrenholz statt. Neben einer Urkunde und Siegerschildern für die Ortseingänge wird von der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg ein attraktives Preisgeld verliehen. Der 1. Platz ist mit 10 000 Euro, der 2. Platz mit 7500 Euro dotiert. Zusätzlich loben das Land Niedersachsen und der Landkreis Gifhorn 1500 Euro für besondere Aktivitäten zum Klimaschutz aus. Auch dabei errang Wahrenholz mit der Eisspeicherheizung den Sieg für sich.

Sowohl Wahrenholz als auch Walle werden nun für den niedersächsischen Landeswettbewerb gemeldet, dort begeben sie sich im kommenden Jahr in den Wettbewerb mit vielen niedersächsischen Dörfern. Dabei wiederum wird das Siegerdorf an den Bund gemeldet und im Rahmen des weitergehenden Wettbewerbes kann sich das Siegerdorf 2024 auf der „Grünen Woche“ auf den Preis als „Golddorf“ freuen.

Einen kleinen Wermutstropfen muss sich dabei Wahrenholz aber eingießen lassen: Der Bund hat in seinen Auswahlkriterien eine Dorfgröße von bis zu 3000 Einwohnern festgelegt. „Hier sind wir Opfer des eigenen Erfolges“, meinte Pieper. „Denn wir sind hier als Dorf so attraktiv, dass wir schnell und stetig wachsen und nun schon über 3800 Menschen unser Dorfleben genießen.“ Zudem habe man sich bewusst dafür entschieden, auch die Ortsteile in die Bewerbung für den Wettbewerb aufzunehmen und nicht nur mit dem Kernort anzutreten.

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