Wenn 5 zu 40 Kilometern werden

L 284 zwischen Hohne und Ummern ab 20. Mai in beide Richtungen gesperrt

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Die Umleitung von Ummern nach Hohne während der Vollsperrung der L 284 bedeutet einen Umweg von 40 Kilometern.

Ummern – Alle Pendler, die von Ummern aus in den Nachbarlandkreis Celle fahren, müssen vom 20. Mai bis zum 7. Juni deutlich mehr Zeit einplanen. Denn dann soll die L 284 für eine Fahrbahnerneuerung in beide Richtungen gesperrt werden.

Das Problem: Die ausgeschilderte Umleitung bedeutet einen Umweg über 35 Kilometer.

Denn anstatt von Ummern aus direkt fünf Kilometer nach Westen zu fahren, sollen Pendler erst in entgegengesetzter Richtung über die B 4 auf die B 188 fahren. Über Müden (Aller) sollen sie dann Hohne erreichen – das bedeutet einen Umweg von gut 35 Kilometern.

Mirijam Müller, Bürgermeisterin von Ummern

Die Gemeinde Ummern hatte den Zustand nicht so hinnehmen wollen und nach Lösungen gesucht. Die Samtgemeinde Lachendorf im Landkreis Celle hat außerdem mitgeteilt, dass sie ihre Wirtschaftswege für die Dauer der Vollsperrung ebenfalls schließen wolle, wie Marc Bludau, allgemeiner Verwaltungsvertreter in Ummern, bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats berichtete. „Da hat es vor Jahren bei Ausbaumaßnahmen am Steinberg Schäden gegeben, als der Verkehr über Spechtshorn umgeleitet wurde“, erinnerte sich Bürgermeisterin Mirijam Müller im IK-Gespräch. „Ich muss auch jeden Tag nach Celle fahren und freue mich da auch schon wahnsinnig drauf“, sagte die Ummeranerin ironisch. „Das Problem existiert ja auch auf beiden Seiten: Ich kenne viele Hohner, die in Ummern arbeiten.“

Ursprünglich habe es noch eine andere Umleitungsvariante gegeben, wie Müller ausführte. Diese hätte über Groß Oesingen nach Steinhorst und dann über Eldingen nach Hohne geführt. „Im Endeffekt hätte das aber keinen Unterschied gemacht“, so die Bürgermeisterin. „Uns fehlt da dann einfach eine Querverbindung.“

Eine konkrete Routenempfehlung möchte Müller nicht geben. „Es gibt viele Schleichwege – und wer sich auskennt, wird da auch ganz bestimmt fündig. Aber für den Schwerlastverkehr ist davon keiner geeignet.“

VON DENNIS KLÜTING

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