Wesendorf: Drei Architekten stellen ihre Pläne für Um- oder Neubau der ehemaligen Wahrenholzer Schlecker-Filiale vor

Konzept für Krippe überzeugt Ausschuss

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Die stellvertretende Leiterin des DRK-Kindergarten Wahrenholz, Sandra Kausch, und Kinder aus verschiedenen Gruppen blicken gespannt in den leerstehenden Schlecker-Markt.

Wesendorf. Überzeugt hat am Ende das Konzept von Andree Kepper und Holger Hoermann.

Der Bauingenieur und der Architekt aus Gifhorn stellten dem Wesendorfer Bauauschuss am Dienstagabend ihre Pläne für einen möglichen Um- oder Neubau des ehemaligen Wahrenholzer Schlecker-Marktes zu einer Kinderkrippe vor.

Ihre Pläne sehen einen Neubau vor. „Das ist nach der neuesten Energieverordnung wirtschaftlicher zu unterhalten als das vorhandene Gebäude“, meinte Kepper bei der Präsentation. Außerdem sei es von den Baukosten her die günstigere Variante. Nach den Plänen ergeben sich Neubaukosten in Höhe von 390 000 Euro.

Ein Vorteil des schon vorhandenen Gebäude seien jedoch die großen Freiflächen. „Dadurch kann man sehr flexibel in der Gestaltung der Räumlichkeiten sein.“

Auch der Architekt Peter Fischer tendiert mit seinem Konzept zu einem Neubau: „Ein Umbau des vorhandenen Gebäudes macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Denn es müsste komplett in den Rohbauzustand zurückgebaut werden.“ Und das bedeute jede Menge Baumaßnahmen. So müsse der Belag vom Fußboden komplett heruntergenommen werden. „Auch das Dach muss im Prinzip ganz abgeräumt und Entsorgungsleitungen müssen neu gelegt werden. Insgesamt wäre das ein riesiger Aufwand“, skizzierte Fischer.

Der Gegenentwurf von Architektin Ute Bühring beinhaltet einen Umbau. Dafür spricht zum Beispiel die gute Marktlage. „Er hat eine ausreichende Fläche von etwa 490 Quadratmeter.“ Außerdem sei der Rohbau sehr gut erhalten. Ein weiterer Vorteil sei der Parkplatz. „Der liegt im Norden und ist ideal für eine Spielplatzfläche“, so Bühring. Grob geschätzt kommt sie auf Umbaukosten in Höhe von etwa 450 000 Euro.

Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Rüdiger Kraft (SPD) meinte im Anschluss: „Unsere Fraktion kann mit dem Vorschlag von Herrn Kepper leben, weil er relativ unproblematisch ist.“ Auch die Leiterin des DRK-Kindergartens Wahrenholz, Marion Weseloh, war vom Plan beeindruckt: „Er ist sehr gut durchdacht. Das dritte Konzept ist zu teuer.“

Von Volker Althoff

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