In Rühen wird dringend nach einem neuen Vorstand gesucht / Engagement kommt Kindern zu Gute

Kita-Förderverein steht auf der Kippe

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Rühen. Sie lassen Kinderaugen erstrahlen und Herzen höher schlagen: die Mitglieder des Fördervereins Kindertagesstätte „zum Regenbogen“ in Rühen. Doch momentan steht es schlecht um den Verein. Händeringend wird ein neuer Vorstand gesucht.

„Meine Söhne sind nun aus dem Kindergarten raus und so möchte ich den Posten der Vorsitzenden an Eltern abgeben, die nah am Geschehen sind und den Bezug zum Kindergarten haben“, erklärt die Vorsitzende des Fördervereins, Lidia Wahl. Bevor sie vor zwei Jahren den Vorsitz übernahm, diente sie dem Förderverein bereits zwei Jahre als Kassiererin. Seit dem Frühjahr bemüht sich der Vorstand um Nachfolger. „Wir haben Plakate aufgehangen, Informationen an Pinnwänden veröffentlicht und immer wieder dazu eingeladen, uns in unserer Arbeit zu begleiten. Wir wollten damit einen Einblick geben, so dass sich Leute nicht überrumpelt fühlen, sondern schon einmal in die Tätigkeiten hineingeschnuppert haben“, zeigt Wahl auf.

Allerdings waren die Taten bisher nicht von Erfolg gekrönt. Es sei schwer, einen neuen Vorstand zu finden, weil sich Eltern auch nur kurz am Kindergarten sehen und treffen. Auch die Jahreshauptversammlung sei mau ausgefallen. „Der Verein umfasst circa 80 Mitglieder. Auf der Jahreshauptversammlung nahmen nicht viele davon teil“, berichtet die Vorsitzende über den Zustand.

Der Grund erscheint ihr einleuchtend: „Viele Eltern arbeiten und haben dann vielleicht keine Zeit mehr, sich ehrenamtlich im Förderverein zu engagieren.“ Viele kennen die Aufgaben und Arbeiten des Fördervereins nicht. Deswegen zeigen Vorstandsmitglieder Präsenz auf den Elternabenden. „Wir informieren über uns und was wir uns zum Ziel setzen. Gerade jetzt kommen auch neue Eltern dazu und vielleicht können wir sie ermutigen, sich bei uns zu engagieren“, hofft Wahl.

Dabei ist die Arbeit der Mitglieder so wichtig und kommt den Kindern zu Gute. Ein Spielhaus, eine Rollenrutsche, große Bausteine und eine Abschlussfahrt der Kinder bevor sie die Kita verlassen und in die Schule gehen, sind nur einige Projekte, die in diesem Jahr durch den Förderverein realisiert wurden.

Im Oktober findet die Jahreshauptversammlung des Vereins statt. Dort wird über einen neuen Vorstand entschieden. „Der Vorstand muss mindestens aus drei Personen bestehen. Sollten wir keine neuen Freiwilligen finden, dann müssen wir eine außerordentliche Versammlung einberufen. Scheitert auch diese, wird der Förderverein aufgelöst“, erklärt Lidia Wahl das kommende Prozedere. Sie zeigt die Konsequenzen bei einer Auflösung auf: „Sollte der Förderverein aufgelöst werden, dann heißt das auch, dass es keine weiteren Extra-Veranstaltungen mehr geben wird.“

Durch die fehlenden Veranstaltungen könne kein Geld mehr eingenommen werden und dies führe dazu, dass keine weitere Kinderförderung in Angriff genommen werden könne. Anschaffungen von Spielgeräten oder die Kostenübernahme von Fahrten fielen dann aus. Deswegen hoffen Lidia Wahl und der weitere Vorstand, dass sich doch noch Freiwillige finden und die Ämter übernehmen. „Der Förderverein besteht seit fast 25 Jahren. Es wäre wirklich schade, wenn sich der Verein auflösen müsste. Nach so einer langen Zeit möchte man das eigentlich nicht aufgeben“, erklärt Lidia Wahl.

Auch die Kindergarten-Leiterin zeigt sich betroffen. „Wir versuchen den Eltern die Wichtigkeit und Dringlichkeit bei den kommenden Elternabenden zu verdeutlichen“, sagt Helga Bartels.

Von Maike Scholz

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