Wesendorf: Nachwuchs soll Teamfähigkeit und Gruppendynamik erlernen

Kinder für die Feuerwehr

Der Nachwuchs soll bald in Wesendorf an den Brandschutz herangeführt werden. Foto: dpa

Wesendorf. Nun hat das Thema auch die Samtgemeinde Wesendorf erreicht. Es geht um die Einrichtung einer Kinderfeuerwehr. Diese Nachricht drang am Mittwochabend bei der Samtgemeinderatsitzung in Wesendorf durch, wie Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn berichtete.

„Die Ortsfeuerwehr spielt mit dem Gedanken, eine Kinderfeuerwehr für Kinder in der Altersgruppe von sechs bis zwölf Jahren zu gründen“, meinte Penshorn.

„Wir wollen damit nicht die Feuerwehrarbeit auf Kinder herunterbrechen, Die Kinder sollen zum Beispiel nicht lernen, wie man schnell Feuerwehrschläuche auseinanderrollt“, betont Gemeindebrandmeister Thorsten Winter. Vielmehr stecke hinter der Idee ein pädagogischer Ansatz, der sich bereits in der Samtgemeinde Hankensbüttel durchgesetzt habe.

„Die Kinder sollen mit spielerischen Tätigkeiten an die Jugendfeuerwehr herangeführt werden“, erklärt der Gemeindebrandmeister. Damit sollen sie zum Beispiel mit dem Bereich Brandschutz in Kontakt kommen. Darüber hinaus sollen sie Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Gruppendynamik erlernen. „Wenn wir so etwas machen, hat es natürlich Konsequenzen“, merkte Penshorn während der Sitzung an. So müsste zum Beispiel die Satzung geändert werden. „Wir arbeiten jedoch darauf hin und werden erst einmal erforschen wie das Interesse ist“, so Penshorn weiter. Das sei bereits vorhanden, stellt Winter fest. „Es hat im April einen Übungstag mit Kindern gegeben, der ganz gut angenommen wurde“, erklärt der Gemeindebrandmeister. Eltern, Feuerwehrleute und ausgebildete Erzieher sollen den pädagogischen Teil unterstützten.

Die Gründung einer Kinderfeuerwehr könne aus Winters Sicht durchaus dazu beitragen, Nachwuchskräfte zu gewinnen. Denn er beobachte schon eine rückläufige Bereitschaft unter jungen Menschen, sich zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren. Um das Interesse zu wecken, soll es schon bald Informationsveranstaltungen geben, die Eltern über das Konzept aufklären. „Ich gehe davon aus, dass es in Wesendorf einen Anklang gibt und, der sich auch in anderen Orten der Samtgemeinde wie ein Lauffeuer verbreiten wird“, ist sich Winter sicher. Das wünscht sich auch Penshorn. „Wir wollen dafür die Rahmenbedingungen schaffen und uns im Rat damit beschäftigen.“

Von Volker Althoff

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