Wahrenholz: Rat beschließt B-Plan für Alte Schmiede

Kein „Selbstläufer“

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Abrissarbeiten an der Alten Schmiede: Hier soll das neue Dorfzentrum mit Sitz der Gemeindeverwaltung, Veranstaltungsräumen, Post und Service-Wohnen entstehen.

Wahrenholz. „Wir haben eine lange Reise hinter uns“, sagte Planerin Frauke Schwerdt, als sie bei der jüngsten Sitzung des Wahrenholzer Gemeinderates den Bebauungsplan um die Alte Schmiede vorstellte. Diesen beschloss der Rat mit einer Enthaltung.

„Wir dachten zuerst, der B-Plan wäre ein Selbstläufer. Aber da lagen wir falsch“, räumte Schwerdt ein. Denn Denkmalschutz, Altlasten und die Anfahrtsmöglichkeiten für die Müllabfuhr waren nur einige der Hürden, die sich der Planerin und der Gemeinde in den Weg stellten. „Die angrenzenden landwirtschaftlichen Betriebe mussten wegen des Lärmpegels berücksichtigt werden, es mussten Boden- und Artenschutzgutachten erstellt werden“, führte Schwerdt aus. Die Sickerfähigkeit von 1,30 Meter wird mit Sickergruben und einem Notüberlauf kompensiert. Einzig ein archäologisches Gutachten würde noch fehlen. „Der Plan kann in dieser Form zum Abschluss gebracht werden“, fasste Schwerdt zusammen. Bürgermeister Herbert Pieper ergänzte: „So groß die Fläche ja erscheinen mag, planungstechnisch ist sie sehr eng.“

Die Bushaltestellen werden ohne Haltebuchten weiter nördlich an der Hauptstraße zu finden sein, direkt an der Alten Schmiede soll jedoch eine Querungshilfe die Überquerung der Hauptstraße erleichtern. Der Gemeinderat fällte den Satzungsbeschluss mehrheitlich mit einer Enthaltung.

In seinem Bericht ging Pieper näher auf das Servicewohnen ein, das auf dem Gelände entstehen soll. Acht Wohneinheiten sind vorgesehen mit Gesellschaftsräumen im östlichen Teil des Gebäudes. „Anders als ursprünglich geplant, soll jede Wohneinheit ihre eigene Nasszelle bekommen“, erklärte der Bürgermeister. Damit würde auf Rückmeldungen aus Pflegekreisen reagiert, wo man sich deutlich für Individuelle Nasszellen ausgesprochen hatte. „Wir sind spät dran, die Zeit drängt“, sagte Pieper abschließend. Stichtag zur Abrechnung ist der 30. Juni 2019.

Von Dennis Klüting

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