Wahrenholz: Fleißige Helfer beteiligen sich an bundesweiter Aktion / Geschenke für arme Kinder werden gesammelt

Kartons bringen Kinderaugen zum Strahlen

Weihnachten im Schuhkarton: Bei der bundesweiten Aktion beteiligen sich seit Jahren auch fleißige Helfer aus der Samtgemeinde Wesendorf. Die Hauptsammelstelle ist in Wahrenholz. Foto: dpa

Wahrenholz. Leuchtende Kinderaugen beim Auspacken: Bunte Schuhkartons werden jährlich in einer bundesweiten Aktion, genannt „Weihnachten im Schuhkarton“, gesammelt und verschickt.

Fleißige Helferin und damit Weihnachtsfee ist auch Monique Meyer aus Wahrenholz. „Ziel der Aktion ist natürlich, so viele Schuhkartons wie möglich zu sammeln und an arme Kinder zu verschicken“, erklärt sie. Hauptsächlich gingen diese dann nach Ost-Europa.

Eigentlich ist Monique Meyer Pharmazeutisch-Technische Assistentin, doch seit dem Jahr 2005 beteiligt sie sich ehrenamtlich an der Aktion. Seit 2008 ist die Hauptsammelstelle nun in ihren fähigen Händen. „Mein Keller im Haus dient der Aufbewahrung und Lagerung der Päckchen, bis diese dann in einen großen Lkw verladen werden und auf Reisen gehen“, erzählt sie.

Es mache ihr Spaß, sei aber auch anstrengend und bedürfe viel an Organisatorischem: „Ich freue mich immer, wenn die Schuhkartons bei mir ankommen, aber es gibt auch viel zu organisieren.“ Vor allem liegt die Arbeit in der Nachbereitung. Abgabeschluss ist nämlich der 15. November, und dann „müssen alle abgelieferten Kartons noch einmal kontrolliert, versiegelt und beschriftet werden. Es muss notiert werden, ob der jeweilige Karton für ein Mädchen oder einen Jungen ist und für welche Altersklasse“, erklärt sie den Prozess. So werden alle Päckchen für den Versand fertig gemacht.

Außerdem muss Monique Meyer jeden Tag die Anzahl an eingetroffenen Kartons an die Ansprechpartner in Berlin weiter geben. „In Berlin wird geplant, wieviele Schuhkartons letztlich verschickt werden können und vor allem wohin“, sagt die Wahrenholzerin.

Die Helferin ist momentan in Elternzeit und hält sich jetzt bereits die Zeit für die Abgabe der Schuhkartons frei. „Gerade in der letzten Woche vor Abgabeende kommt in der Regel noch einmal eine geballte Ladung an bunt verpackten Kartons“, erklärt sie. Im letzten Jahr wurde eine Rekordanzahl von 366 gepackten Schuhkartons gesammelt.

„Damit es ein schöner Schuhkarton wird, gibt es ein paar Regeln, was eingepackt werden darf“, informiert Meyer. Spielsachen, Stifte, Murmeln, Malbuch, Puzzle, Springseil, Schulbedarf, Mützen, Handschuhe, dicke Socken, Kamm, Zahnbürste und Paste, aber auch Traubenzucker, Vollmilchschokolade oder bunte Smarties sind nur einige Kleinigkeiten, die den Weg in den Schuhkarton und so zu freudigen Kindern finden können.

Wichtig ist auch zu wissen, dass zum Beispiel Nüsse verboten sind, da auf Allergiker geachtet werden muss, oder auch, dass gelatinehaltige Waren nicht in den Schuhkarton sollten, da in manchen Ländern kein Rindfleisch gegessen wird. „Ich finde immer eine Zahnbürste und Paste wichtig. Die sollten auf gar keinen Fall fehlen“, zeigt Meyer auf. Ansonsten gebe es nicht viele Vorschriften.

Verwendet werden sollte ein durchschnittlicher Schuhkarton, damit kein Kind benachteiligt werde. „Diese Schuhkartons kommen dann bereits mit buntem Weihnachtspapier verpackt in den Sammelstellen an. Wir kontrollieren den Inhalt auf Richtigkeit und versiegeln die Päckchen mit durchsichtigem Klebeband“, erklärt die Wahrenholzerin. Dann werden alle Kartons auf einen großen Lkw verladen, der diese nach Berlin bringt.

„Von dort aus gehen sie dann auf die große Reise. Drei bis vier Wochen sind die Päckchen also unterwegs, bevor sie dann Kinderaugen zum Strahlen bringen können“, freut sich Monique Meyer. Sie wünscht sich, selbst einmal bei einer solchen Verteilerreise dabei zu sein, um direkt zu erleben, wie Kinder die Kartons in freudiger Erwartung auspacken.

„Ab und zu bekommen wir ein kurzes Video zugeschickt. Wenn man dann sieht, wie sich die Kids beim Geschenkeauspacken freuen, bekommt man selber Tränen in den Augen“, beschreibt Meyer. Genau das treibt sie und die zahlreichen Helfer im Kreis jedes Jahr aufs Neue an.

Auch Sachspenden von Firmen oder Privatpersonen nimmt Monique Meyer gerne entgegen. Sie steht auch für Fragen von allen Interessierten unter (0 58 35) 96 88 56 zur Verfügung.

Informationen rund um die bundesweite Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ gibt es auch unter www.geschenke-der-hoffnung.org.

Von Maike Scholz

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