Schönewörde, Wahrenholz und die Dorferneuerung: Umbau der Bahnhöfe eint die Gemeinden

Der Kampf um EU-Fördergelder beginnt

Wahrenholz und Schönewörde wollen im Dorferneuerungsprogramm aufgenommen werden. Dafür ist ein Zusammenschluss möglich – so die Förderkriterien der EU. Ein Projekt eint die beiden Kommunen. Beide Gemeinden wollen ihre Bahnhofsvorplätze umgestalten. Archivfotos: Scholz

Schönewörde/Wahrenholz. Wie kann Schönewörde in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen und gefördert werden?.

Darüber informierte kürzlich der Schönewörder Bürgermeister Horst Schermer bei einer Veranstaltung im Gemeindezentrum. Auf jeden Fall nicht alleine – so die Antwort vom stellvertretenden Gemeindedirektor René Weber, der die Förderkriterien den interessierten Bürgern Schönewördes darlegte. Er betonte, dass eine Förderung nicht mehr bei Einzelprojekten liege, sondern es solle eine „Dorfregion“ geschaffen werden. „Dörfer sollen sich zusammenschließen. Ziel ist zum Beispiel eine gemeinsame Infrastruktur“, erklärte Weber.

Doch das sei schwer und erfordere ein großes Umdenken, denn jede Kommune schaue zunächst auf sich und wie sie ihre Strukturen für ihre Einwohner verbessern könne. Das passe zu der einstmaligen Philosophie der EU, die in bisherigen Förderperioden stets sogenannte „Leuchturmprojekte“ – also einzelne Projekte im Kern der Dörfer – herauszustellen versuchte. Als erstes, so berichtete Weber vom Prozess, habe sich die Gemeinde Wahrenholz gemeldet, um am Dorferneuerungsprogramm teilzunehmen. Da ein Zusammenschluss mit einem anderen Dorf nötig war, sei Schönewörde mit ins Boot gestiegen – spontan und mit vielen Ideen. Auf dem Plan stand für Schönewörde eine Förderung der Schule Schönewörde, der alten Schule, der Straße am Denkmal und des Bahnhofsvorplatzes (das IK berichtete). Die ersten drei Vorschläge fallen, so verdeutlichte Weber, in das mittlerweile veraltete Konzept, indem einzelne Projekte gefördert werden.

Doch mit der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes sieht Weber eine Chance, in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden, zumal auch Wahrenholz an die Neugestaltung ihres Bahnhofes denkt (das IK berichtete). Hier liege also eine Verbindung zweier Dörfer, die zu einem Zusammenschluss führen könnte, da die Projekte beiden Gemeinden zugute kommen würden.

Weber betonte aber auch, dass jede andere Kommune mit besseren Ideen in Konkurrenz zu Schönewörde und Wahrenholz stehe. Eine mögliche Niederlage solle von den Bürgern aus Schönewörde und Wahrenholz nicht als solche betrachtet werden, sondern als Ideensammlung. „Ein Antrag lässt sich wiederholen – in einer anderen Förderperiode“, meinte Weber, versuchte Mut zu machen und stimmte die Einwohner von Schönewörde mit seinem Abschlusssatz zusätzlich ein: „Lasst es uns versuchen – wir müssen dafür kämpfen!“

Von Maike Scholz

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