„Alle sind total unterschiedlich“

Jugendtreffs in der Samtgemeinde Wesendorf ziehen positive Bilanz

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Den Jugendtreff Ummern stellte Katharina Marx-Tschakowetz (r.) den Ausschussmitgliedern vor.

Samtgemeinde Wesendorf – Während der Groß Oesinger Jugendtreff aufgrund von ausbleibenden Besuchern den Betrieb vorerst einstellen soll (das IK berichtete), werden die anderen Jugendtreffs in der Samtgemeinde Wesendorf gut genutzt, wie der Jugendausschuss in seiner jüngsten Sitzung erfuhr.

So berichtete Diakonin Susan Heydecke, dass sich im Wahrenholzer Treff gerade ein Generationswechsel vollzogen habe.

„Viele größere Jungs sind aus dem Treff herausgewachsen“, sagte Heydecke. „Nun haben wir viele zwischen 13 und 16 Jahren.“ Nun würden auch wieder Mädchen in den Jugendtreff kommen, feste Gruppen haben sich aber noch nicht gebildet. „Das kommt jetzt erst“, so Heydecke. Das Klima unter den Jugendlichen habe sie als „ziemlich rauh“ empfunden. Mit durchschnittlich 10 bis 15 Besuchern werde der Jugendtreff aber gut angenommen.

Auch wenn der Wesendorfer Treff ähnlich gut angenommen werde, sei die Atmosphäre deutlich ruhiger. „Die Verweildauer ist allerdings sehr unterschiedlich“, stellte die Diakonin fest. Dafür sei die Zusammensetzung der Besucher auch sehr unterschiedlich: „Jungs und Mädels kommen gleichermaßen vorbei, es gibt sogar einige Pärchen“, berichtete Heydecke.

Im Wagenhoffer Jugendtreff wies Tina Becker von der Samtgemeindejugendpflege auf die multifunktionelle Nutzung der Einrichtung hin, denn dort findet auch Betreuung von Senioren statt. Mit der Resonanz von Kindern und Jugendlichen zeigte sich Becker ebenfalls zufrieden. „Überwiegend haben wir hier Kinder zwischen acht und zwölf Jahren.“ Samtgemeindebürgermeister René Weber wies auf die Möglichkeit hin, dass nicht immer nur der Jugendtreff im eigenen Ort genutzt werden könne. „Man kann natürlich auch gerne in die anderen Orte fahren.“ Becker erklärte, dass die Jugendlichen dies auch schon umsetzen würden. „Wir haben im Wesendorfer Treff beispielsweise auch Jugendliche aus Ummern.“

In Ummern berichtete Mitarbeiterin Katharina Marx-Tschakowetz, dass die vielen 12- bis 16-jährigen Jungen und Mädchen im Treff sich gern gemeinsam das Programm überlegen. „Die sind alle sehr unkompliziert“, sagte Marx-Tschakowetz zufrieden. Ein weiterer Öffnungstag sei trotz des guten Andrangs aber schwierig, denn „hier im Ort gibt es ein buntes Vereineinsangebot, das von den Jugendlichen natürlich auch stark genutzt wird.“

Ausschussvorsitzender Rolf Malzahn hielt fest: „Wir sehen heute, wie unterschiedlich die Treffs sind und genutzt werden. Mit einem einzelnen Konzept kann man das kaum zusammenfassen.“

Insgesamt wendet die Samtgemeinde Wesendorf jährlich rund 200 000 Euro für die Jugendarbeit auf.

VON DENNIS KLÜTING

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