Neue Impulse für Jugendarbeit

Jugendpflege der Samtgemeinde Wesendorf erstellt Konzept: Freizeitmesse als Idee

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Im kommenden Jahr will die Samtgemeindejugendpflege bei den Ferienprogrammen mehr Angebote für Jugendliche Schaffen.

Samtgemeinde Wesendorf. Die Jugendpflege der Samtgemeinde Wesendorf soll ein Konzept für ihre Arbeit erstellen.

Dies sei Teil einer neuen Vereinbarung zwischen der Samtgemeinde Wesendorf und dem Landkreis Gifhorn, wie Samtgemeindebürgermeister René Weber bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren und Soziales berichtete.

Die Erstellung dieses Konzepts sei eine Aufgabe, der sich die Jugendpflege gern annehme, wie Jugendpflegerin Claudia Niemes erklärte: „Jugendarbeit sollte generell immer konzipiert erfolgen.“ Das Konzept werde sie nun im ersten Quartal erstellen und noch dem Ausschuss vorlegen, bevor sie es an den Landkreis schicke.

Eine Schließung des Groß Oesinger Jugendtreffs steht trotz niedriger Besucherzahlen nicht mehr zur Debatte. 

Niemes gab einen Überblick über die Aktionen der Jugendpflege. „Bei den Ferienprogrammen sind die Teilnehmerzahlen recht stabil“, so Niemes. Bei den Jugendtreffs gebe es dagegen große Unterschiede: „Der Sporttreff in Wesendorf platzt aus allen Nähten, der ist immer gut besucht.“ Anders sehe es dagegen in den Jugendtreffs in Ummern, Wagenhoff und Groß Oesingen aus: „Das sind so ein bisschen unsere Sorgenkinder“, sagte die Jugendpflegerin. Beim Treff in Oesingen hatte die Samtgemeinde in der Vergangenheit über eine Schließung nachgedacht – durch die parallele Nutzung als Seniorentreff sei dies aber endgültig vom Tisch, wie Weber betonte.

Für 2019 stehe bei der Jugendhilfe natürlich erstmal die Erstellung des Konzepts an. „Wir wollen aber auch einen Schwerpunkt darauf setzen, die gut laufenden Treffs stärker zu unterstützen, statt die weniger gut laufenden künstlich am Leben zu erhalten.“ Weber warf die Idee von Jugendarbeit im Streetworker-Stil in den Raum, da sich viele Jugendliche auf Parkplätzen treffen, statt Jugendtreffs wahrzunehmen.

Beim Ferienprogramm wolle die Jugendpflege auch zusätzlich Angebote für Über-12-Jährige schaffen, auch eine Jugendfahrt würde sie gern anbieten, wie Niemes sagte. „Außerdem denken wir auch über Themenabende für Eltern nach.“ Eine weitere Idee sei eine Freizeitmesse für Jugendliche analog zum Berufsfindungsmarkt an der Wesendorfer Oberschule. „Dabei könnte man hiesige Vereine und Einrichtungen ins Boot holen, um zu zeigen, was es alles so gibt“, sagte Niemes. Weber wandte ein: „Ob das alles dann auch so realisiert wird, ist ja noch offen. Aber das ist ja das Wichtige an der Jugendarbeit: Sie muss Freiheit zur Gestaltung haben.“

Von Dennis Klüting

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