Ummern und Pollhöfen: Feuerwehrhäuser zu klein / Anbauten für getrennte Umkleideräume geplant

„Jeder Spind ist dreifach belegt“

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Von der Enge in den Feuerwehrhäusern in Ummern (Bild) und Pollhöfen machten sich der Bau- und der Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde Wesendorf nun direkt ein Bild. Anbauten sollen Abhilfe schaffen.

Ummern/Pollhöfen. An die beiden Feuerwehrhäuser in Ummern und Pollhöfen soll angebaut werden. Dies empfahl der Bauausschuss der Samtgemeinde Wesendorf in seiner Sitzung am Donnerstag an den Samtgemeinderat.

Zu der Sitzung war auch der Feuerschutzausschuss hinzugezogen worden, gemeinsam besah man sich die Situation in den Feuerwehrhäusern vor Ort.

So erklärte Ummerns Ortsbrandmeister Rainer Busse, dass die Nutzung der Fahrzeughalle als Umkleideraum aus Platzgründen nicht mehr praktikabel und auch eigentlich so nicht mehr erlaubt sei. Schließlich verzeichne die Ummeraner Wehr 17 weibliche und 34 männliche Mitglieder. Daher soll nun ein Anbau für geschlechtergetrennte Umkleideräume erfolgen. Dieser soll 54 Quadratmeter groß sein und auf dem Grundstück der Gemeinde zur L 286 hin entstehen. Der dortige Spielplatz wird umgestaltet. „Tatsächlich steht nur die Schaukel im Weg“, erklärte Marc Bludau, Erster Samtgemeinderat und Verwaltungsvertreter Ummerns. „Die Gemeinde will den Spielplatz sowieso neu gestalten und dementsprechend werden die Geräte anders angeordnet, möglichst so, dass nichts wegfällt.“

Von dieser Seite soll auch künftig der Zugang erfolgen, nicht mehr über die Fahrzeughalle. Man habe sich dagegen entschieden, den Toröffner für die Fahrzeughalle an die Alarmsirene zu koppeln, da ansonsten Unbefugte zu einfach ins Feuerwehrhaus gelangen könnten. „Das wollten wir nicht“, so Busse. Der Bau soll 2020 beginnen, der Anbau soll der Optik des Feuerwehrhauses entsprechen. Die Samtgemeinde rechnet mit Kosten von 100 000 Euro. Den Anbau an das Gerätehaus empfahl der Bauausschuss bei einer Enthaltung.

Auch im Pollhöfener Feuerwehrhaus ist die Platzsituation angespannt. „Jeder Spind ist dreifach belegt“, erklärte Ortsbrandmeister Thorsten Bergmann. „Und da wir ja demnächst neue Bekleidung bekommen sollen, soll die dann auch gut untergebracht sein.“ Geschlechtergetrennte Umkleidekabinen seien aber auch hier dringend nötig, ebenso ein Damen-WC.

Samtgemeindebürgermeister René Weber ergänzte: „Schon jetzt ist es hier eng, und die neuen Fahrzeuge sind noch größer. Dann ist hier gar kein Platz mehr zum Umziehen.“ Dieses Problem soll der 46 Quadratmeter große Anbau lösen, der im kommenden Jahr gebaut werden soll. Die Kosten werden auf 90 000 Euro geschätzt. Die Empfehlung des Bauausschusses an den Samtgemeinderat erfolgte einstimmig.

Von Dennis Klüting

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