Schönewörde: GDF Suez fördert das schwarze Gold seit 1952 an den beiden Feldern Vorhop und Vorhop-Knesebeck

Ist das Isenhagener Land reich an Erdöl?

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Erdöl wird an den beiden Feldern Vorhop und Vorhop-Knesebeck bereits seit dem Jahr 1952 gefördert. Nun werden Maßnahmen zu einem Warten, also der erneuten Nutzung der bestehenden Infrastruktur und Bohrungen, getroffen.

Schönewörde. Es ist in der Erdkruste eingelagert, besteht hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffen und dient dem Mensch als Energieträger: das Erdöl.

In Deutschland wurde im vergangenen Jahr insgesamt eine Menge von 2 685 461 Tonnen Erdöl gefördert. Auf das in Schönewörde ansässige Unternehmen GDF Suez und Partner-Stellen in Deutschland entfielen 459 000 Tonnen.

Auch im Isenhagener Land wird gefördert. „In dieser Region sprechen wir von zwei Erdölfeldern: Vorhop und Vorhop-Knesebeck. In Vorhop wurde erstmals 1952 und in Vorhop-Knesebeck 1958 Erdöl produziert“, erklärt der GDF Suez-Sprecher, Dr. Stefan Brieske. Das geförderte Öl aus den beiden Feldern wird am Betriebsplatz in Schönewörde gesammelt und nach Misburg geleitet.

Auch bei Wahrenholz wurde im Jahre 1942 eine Explorationsbohrung abgeteuft, doch man wurde nicht fündig.

So ist das Isenhagener Land wohl nicht nur „reich“ an Erdöl, sondern dient der Förderung schon eine lange Zeit: „Das Gebiet um Vorhop blickt auf eine langjährige Tradition in der Erdölförderung zurück. Seit 1952 wird dort erfolgreich Erdöl gefördert mit einem Gesamtvolumen von 31 561 Tonnen im vergangenen Jahr“, so der GDF Suez-Experte.

Und das soll auch in der Zukunft so bleiben. „Es ist nun geplant, zwei bereits existierende Bohrungen aufzuwältigen, das heißt, zu warten, um dann eventuell später unterirdisch abzulenken. Es wird nicht komplett neu gebohrt, sondern die bereits vorhandene Infrastruktur genutzt“, erklärt Stefan Brieske auf IK-Anfrage.

Ziel sei die erfolgreiche Wartung und dann später die Erschließung weiterer Reserven innerhalb der schon bekannten Lagerstätte. Neue Vorkommen wären bisher nicht entdeckt worden.

Doch wie tief muss gebohrt werden, um das schwarze Gold zu fördern?

„Erdöl findet man in Deutschland meist in Tiefen von 1000 bis 2500 Metern. Dabei spricht man hierbei von Lagerstätten. Erdöl und auch Erdgas sind fossile Energieträger, die durch biologische, chemische und physikalische Prozesse im Laufe der Erdgeschichte aus organischen Substanzen entstanden sind und auch heute noch entstehen können. In Vorhop wurden Erdöllagerstätten im sogenannten Dogger-Beta-Sandstein in Tiefen zwischen 1400 und 2200 Metern entdeckt“, erklärt Stefan Brieske vom GDF Suez. Die zuvor erwähnte organische Substanz wurde durch Verwesungsvorgänge abgebaut.

Das Erdöl entsteht dann im Gestein nach einer Vielzahl von physikalischen Prozessen und Einwirkungen.

Für eine Bohrung sind die richtigen Bedingungen wichtig. „Dass diese Bedingungen in den beiden Feldern Vorhop und Vorhop-Knesebeck gegeben sind, zeigt die jahrzehntelange Förderung“, erklärt der Unternehmenssprecher gegenüber dem IK.

So gebe es gewisse geologische Grundvoraussetzungen, die bestehen müssen, um die Wahrscheinlichkeit für eine fündige Bohrung zu steigern.

Da es sich bei den geplanten Aktionen an den beiden Ölfeldern Vorhop und Vorhop-Knesebeck nicht um eine komplett neue Bohrung handelt, sind diese Voraussetzungen nicht mehr von Belangen. Es handle sich dabei lediglich um sogenannte „Work-Over-Maßnahmen“.

Die nun beantragten Maßnahmen umfassen lediglich das Warten der bereits existierenden Bohrungen. Die bestehende Infrastruktur wird also weiterhin genutzt.

Von Maike Scholz

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