Sanieren oder reparieren?

Instandsetzung der G 10: Fördergelder sind ausschlaggebender Faktor

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Die G 10 bei Weißes Moor ist beschädigt. Der Bauausschuss der Samtgemeinde hofft auf Fördergelder zur Sanierung.

Wesendorf/Weißes Moor – Wie genau sollen die Schäden an der G 10 bei Weißes Moor beseitigt werden? Auf diese Frage fand der Bauausschuss der Samtgemeinde Wesendorf in seiner Sitzung am Donnerstag vorerst nur eine Antwort: möglichst mit Fördergeldern.

Samtgemeindebürgermeister René Weber berichtete, dass er vom Landkreis noch keine straßenverkehrsbehördliche Anweisung für die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 10 Stundenkilometer in den kritischen Bereichen erhalten habe. „Beim Landkreis wird die Gefahr an den Stellen nicht gesehen“, sagte Weber. Eine Beteiligung an den Sanierungskosten habe der Landkreis ebenfalls versagt.

Bauingenieur Andreas Nieschulz stellte die beiden zur Diskussion stehenden Varianten für die Sanierung vor. Die erste stellt eine umfassende Sanierung der drei betroffenen Stellen von 45 sowie zwei Mal 10 Metern dar. „Ziel ist dabei keine punktuelle Belastung, sondern möglichst großflächig“, erklärte Nieschulz. „Die Schäden stammen aus den letzten Jahren. Durch die Trockenheit wird der torfige Untergrund entwässert und es kommt zu Absackungen.“

Die Sanierung aller drei Teilstücke soll insgesamt 93 000 Euro kosten. „Wir haben vorsorglich einen Förderantrag in einem neuen Förderprogramm nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gestellt“, sagte Weber. Dies könnte eine Förderung von 60 Prozent der Kosten bedeuten.

Die zweite Variante sei eine Reparatur, bei der der Asphalt abgefräst und glatt wieder aufgetragen wird. Diese soll für alle drei Bereiche 37 000 Euro kosten. „Aber das ist ein Wagnis für die Firmen, ich glaube nicht, dass man dafür viele Angebote bekommt“, warnte Nieschulz.

Die Debatte, welche Variante realisiert werden sollte, wurde teils sehr lebhaft geführt. Einige Ausschussmitglieder wollten eine nachhaltige Lösung, viele andere aber scheuten die Kosten und befürchteten eine daraus resultierende Anhebung der Samtgemeindeumlage. Rolf Malzahn (SPD) bekannte, eigentlich ebenfalls die günstigere Reparatur befürworten zu wollen: „Was mich aber ins Grübeln bringt, ist die mögliche Förderung. Wenn wir die bekommen, liegen wir kostentechnisch gleichauf“, sagte Malzahn. Andreas Hoffmann (SPD) schlug vor, eine mögliche Förderzusage abzuwarten. „Damit vertun wir uns ja nichts.“

Einstimmig wurde empfohlen, die G 10 nach Variante 1 zu sanieren – vorbehaltlich der Förderung. Sollte die nicht gewährt werden, wolle man weiter beraten.

VON DENNIS KLÜTING

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